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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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408
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I. CIN!,»2zz.

408 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kcip.XII.

der Stadt wurde von Hulaku auch der Tod des unglückli-chen Chalifen Mosthasem beschlossen, und durch die Voll-streckung dieses Beschlusses die Herrschaft der Chalifenvon Bagdad für immer vernichtet.

Die Vernichtung des Chalifats erweckte um so größeresSchrecken unter den muselmännischen Fürsten von Syrien,

faffers li>. S>9) begab sich ber Chattfeerst am 4. Safar io. Fcbc. 125gin bas Lager des Hulaku. Fachred-din (bey de Sacy a. a. O. i>. 40)setzt ble Eroberung von Bagdad aufden 2y. Moharrcm s. Febr. ,LZg.Vgl. blaitiio aax. LZ.

61)Es Ist nicht bekannt," sagtAbulfeba Lr. IV. i>. Zg-z),auf wel-che Welse der Cbalife getödtet wurde.Nach einigen Nachrichten wurde ererdrosselt, nach andern wurde er mitFüßen so lange getreten, bis er starb,und nach andern im Tigris ersäuft."Dgl. I. v. Hammer, Eesch. der As-sass. S. zoS. 307. UebrigenS setztAbulfeda da, wo er die zweyte Todes-art angiebt, noch die Worte hinzu:

^-0,, welche Reiste über-setzt durch: saceo immissns est, undHr. von Hammer:er wurde in Ko-tzen (D. i. grobe wollene Tücher) ein-gswickelt." Abulfaradsch (cstiron.Lz-r. x. ZLY ) drückt sich darüber alsoaus -Sie legten ihn auf Befehl (des

Hulaku) In einen Sack

welchen sie zunähten, und tödtetenihn mit ihren Fußtritten." Die Be-deutung von als Sack findet

sich nicht in Len Wörterbüchern. Wasder Mönch Haithon (cap.) vondein Tode des Chalifen erzählt, ist

eins abgeschmackte Fabel. Merkwür-dig aber ist eS, daß schon Im Jahrei2ZZ, alS der König von Frankreichdie Stadt Sidon wiederhcrstelltc,nach dem Berichte des SeneschallsJoinvllle (Hist, äo 8t. Douis, 1'arisi7üi kol. x. ,22. 12z), Kaufleute indaS Lager der französischen Pilgerkamen und die Eroberung von Bag-dad durch die Mogolen (xarleioickes larttlrins) als damals schon fastmit denselben Umständen geschehenerzählten, wie sie fünf Jahre nachherwirklich Statt fand. Nach der Erzäh-lung eben jener Kaufleute wurde derCbalife auf dieselbe Weise zum Hun-gertods verurtheilt, wie der MönchHaithon berichtet; nur mit dem Un-terschiede, daß der Chalife mit seinenSchätzen nach Joinville in einen ei-sernen Käfig (iin a»ge äv kei), wienach der bekannten Sage später deroömanische Sultan Baiasid, nachHaithon aber in ein Gemach (came-ra) eingespcrrt wurde. Es unterliegtaber wohl keinem Zweifel, daß Join-vills Liese Nachricht erst nach seinerRückkehr von dem Krcuzzuge erhielt,und daß die obige Angabe von einerMeldung, welche Kaufleule schon imJahre,25z in das Lager von Sidongebracht haben sollen, auf einem Ge-dächtnißfehler beruht.