Streitigkeiten der syrischen Christen. 399
Fürsten Vormund von Antiochien, welcher am i. Februar1257 mit seiner Schwester, der Königin Placentia von Cy-pern, und deren Sohne Hugo, dem Erben des KönigreichsJerusalem, nach Ptolemais gekommen warEndlichtrat auf die Bitte der syrischen Barone und Prälaten,welche fürchteten, daß dieser Krieg der Republiken den Ver-lust des heiligen Landes zur Folge haben möchte, der PapstAlexander der Vierte als Friedensvermittler auf, beschiedBevollmächtigte der Venetianer, Genueser und Pisaner anseinen Hof und brachte durch mühsame Unterhandlungen,welche vier -Wochen hindurch fortgesetzt wurden, es dahin,daß im Jahre 1258 die drey Staaten in seiner und der^^r.Cardinäle Gegenwart durch einen Vergleich jenem ärgerli-chen Kriege ein Ende machten
Als der Krieg der drey italienischen Republiken durchdie Bemühungen des Papstes Alexander war beendigt wor-den, so blieb gleichwohl noch mancher Anlaß zu Hader undStreit unter den syrischen Fürsten übrig. Der Fürst Boe-mund von Antiochien war in Zwistigkeit verwickelt mit Jo-hann von Arsuf, Statthalter von Ptolemais, weil die KöniginPlacentia von Cypern, die Schwester des Fürsten, in Un-frieden lebte mit ihrem Gemahle Balian, dem Sohne desJohann von Arsuf. Jene Zwistigkeiten wurden zwar endlich
41) Lnstr. Dana. x. Zk>6. HugoPlag. x. 736. iVlerin. Lennr. p. 220.
43) In oismerinis xartünis in on-ria xonriücis comproinisso tacto,xex inter ixses oivitates taota tnir
naliiins in NNO mense, guost. esr
mirediie. Neiliiolom. x. Z2Z. S2ö.Vgl. .-Viiiie. Denst. Vgl. das
Schreiben des Papstes Alexander indieser Angelegenheit an den Podest«,
den Capitaneo, den Nach und das Volkvon Pisa vom ö. 2 ul. I2gg, in wel-chem er die Sendung eines Legatennach Syrien ankündigt, in liainaläi
.-INN. eaoies. alt I>. I2zg. h. Z2 — zz.
Nach andern Nachrichten wurdedurch den von dem Papste gestiftetenVergleich den Eenuesern wieder diefccye Schifffahrt nach Syrien zuge-standen. Uaiuaist. a. a. O. §. gg.