384 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. XI.
jährliche Miethe einer Bude oder Station betrug von 24bis zu 184 Bysantien, dergestalt, daß aus sechs und dreyßigvon Marsilius namentlich aufgeführtcn Stationen die Re-publik jährlich 2600 Bysantien bezog; und man sieht ausden hohen Miethpreisen, welche besonders für einen Theildieser Stationen entrichtet wurden, daß damals der Handelzu Ptolemais keinesweges unerheblich war "). Der großePalast am Foudaco diente zwar zu Amtswohnungen sowohldes venetianischen Statthalters, wenn derselbe zu Ptolemaissich aufhielt, als einiger Unterbeamten; aber einzelne Ge-macher oder Kammern desselben wurden jährlich zu 14 bis72 Byzantien vermiethet; andere wurden für die zu regel-mäßigen Zeiten ankommenden Handelskaravanen aufbewahrtund für einen monatlichen Miethzins überlassen. Der ganze
6 y) In dem untern Geschosse diesesgroßen Palastes befanden sich 12 La-merae und zwei) Stallones, außer ei-ner labuia und sechs 8abitarioues,welche unter dem Theile des Pala-stes, welchen der Bailo bewohnte,angebracht waren. Außer Liesen Be-standrbeilen werden noch viele andreLamcrac, ^abulae sive Lai,obac, 8a-bitatioues und Domus angegeben,welche zum Theile zu dem maguumxaiatium unmittelbar gehört, zumTheil in dessen Nähe gelegen zu ha-ben scheinen. Die Angaben stnd aberzu unbestimmt, als daß daraus eindeutliches Bild des Gebäudes und sei-ner Umgebungen sich gestalten könnte.Der dazu gehörige Backofen lkuruus)gewährte einen jährlichen Miethzinsvon 121 Bysantien. Habcmus, be-merkt noch Marsilius, uuam turrimjuxra eccicsiam suxer mare; babi-tatio suxcrior, cum vcuit oarava-u», akstclaiui xro mense bisanrii»
XIIII, iukerius est volta, ubi ca-xtivi cietiustuutur. So waren meh-rere andere Wohnungen für die Ca-ravans» bestimmt, und uua Camera,guae, gnauäo vcuic caravaua, ekll-clkur in siabuium. Von zwei) an-dern cameris in einem Hause, wel-ches an der neben der Kirche erbau-ten ouria stand, wird bemerkt! Suuc
dem mittler» Söller dieses HauseSberichtet MarsiliuS: Iir solario me-ciio ^raeäiotae äomus, tibi babitarLurrrssus xiairarius ls. oben Anm. 2yS- 3ÜZ) xro siro saiario er XXVIbisaut. er xario UNO vestimento-rum iu uativikaie Domini. DieselbeBemerkung findet sich bey einer an-dern kleinen Kammer des großen Pa-lastes, welche der Plazarius oberStädler Johannes Eastaldus be-wohnte.