Besondere Verhältnisse der Vcnetianer. 377
Mit derselben Genauigkeit erstattet Marsilius GeorgiuSBericht von den außerhalb der Stadt Tyrus belegenen Be-
«tariones, wovon die eine für acht,die andere für zwölf Bvsantien jähr-lichen Zinses zum Wortbeile der Ns-publik vermiethet ward. Das Badbcy S. Marcus, wovon vier Zimmerdem Thomas Oulcs, Procurator dertorischen Kirche von S. Marcus, undder untere Theil der Republik Vene-dig gehörte, gab eine jährliche Pen-sion von hundert Bysantien. EinGarten, welchen derselbe Procuratorfür oZ Bvsantien erkauft batte, zahlteder syrischen Kirche von S. Marcuseine jährliche Pension von is/a Bys-,und eine srario, welche Thomas Dulcein der Straße (ruga) deü heil. Niko-laus besaß, entrichtete jährlich amAllerheiligentage der Republik Ve-nedig zwev Bysantien. Im Ganzenwaren der Republik innerhalb derStadt Tyrus zugehörig: vier Häuser(darunter das Haus des Bailo), dreyBäder, vier Backöfen (kurui), wovonzwei, durch ein Erdbeben verwüstetwaren, ein Gewölbe (nna volra incayitv rugae 8 . IVlarvI), die oben er,wähnten beyden starioucs und fünfunbebaute Gründe (xeoiao terrae).Auf einem dieser Gründe waren dieHäuser durch ein Erdbeben zerstörtworden; ein anderer Grund wurdezur Aufbewahrung der Schiffe benutzt
ckogue); In Beziehung auf einendritten Grund, welcher in der StraßeS. Nicolaus lag, bemerkt Marsilius,daß der Ritter Monireal (iVlourriale)und der Presbyter Peter, jeder zurHälfte, denselben erworben hätte»und davon der Republik jährlich am
Feste S. Michaelis 12 carti zahlten.Laß aber der Bailo dieses Grundstückzu jeder Zeit zurückfordern könnte( er zotest haiulus aooipere äiotamxeoirw, guauclooumguo vult) ; undeinen sechsten Grund, welcher, in derStraße Baragesse belegen, ehemalsim Besitze der Republik gewesen war,hatte der Bailo Marsilius GeorgiuSfür fünf Bysantien an sich gebracht.Dis Häuser und Besitzungen der Pri-vatpersonen, welche auf dem venetia-nischen Dritttheile von Tyrus sich be-fanden, werden sonst nicht angegeben.Oie Kirche von S. Marcuü zu Tyrusbesaß auf dem venetianischen Dritt-theile den Fontego (souricum iu in-troiru xortae) und einen an der an-dern Seite dieses Fvntego befindli-chen Backofen, zwey Gärten, dereneiner der oben erwähnte, von ThomasDulce erworbene war, ein HauS amEingänge der Straße von S. MarcuS(guae cst äestruala, seck cke ea inte-gra rcmausit una volra, üe gua Ira-hctur in xeusioue in anno II di-sant., guam cioiuum lVliofiael b,n-N120 religuit 3 aucro IVlareo pro re-cicmxrione aniinae suae), ein ande-res Haus nebst Gewölbe und Brun-nen (nna äomus volta oruu oistci-,ia) und vier andere Gewölbe nebstdem Priesterhause (guaruor volrasONIN ouria nna jnxra eoolcsiam ver-sus austrum, uhi liahirant et lrabn-lare soicnt oicrici ouin xlohaiio).Auch die lyrischen Kirchen S. Jakobund S. Nikolaus besagen aus demvenetianischen Dritttheile einige Häu-ser, so wie ebendaselbst ein zerstörterFonicgo einem auswärtigen Bischöfe(üpiscoxo äe llaurolc) gehörte.