Verhältnisse der italien. Handelsrepublik in Syrien. 369
Fortgange der Zelt immer mehr überhand. Ungeachtet allerUnglücksfalle, von welchen das heilige Land so oft heimge-sncht wurde, lebten die Pullanen in einem üppigen Wohl-stände, welchen sie zum Theil zwar ihrer Betriebsamkeit undThätigkeit, zum Theil aber der gewinnsüchtigen Uebervor-theilung der Pilger in den Preisen für Wohnung und jedesandere Bedürfnis; verdankten
Auch die geistlichen Ritterorden entsprachen immer weni-ger den Erwartungen, welche sie in ihrer frühesten Zeit er-weckt hatten; sie bewahrten zwar noch immer den Ruhmeiner bewundernswürdigen Tapferkeit; aber die unversöhn-liche Eifersucht der Templer und Hospitaliter war oft fürdas heilige Land von den verderblichsten Folgen, und dieUnfälle, welche in dem vorigen Buche berichtet worden sind,wurden größtentheils durch die gegenseitigen Feindseligkeitenjener Ritterorden herbeygeführt.
Von noch schlimmerer Wirkung war der große Einstuß,welchen die Pisaner, Genueser und Venetianer auf die An-gelegenheiten des heiligen Landes gewonnen hatten; und wirdürfen wohl behaupten, daß diese drey Handelsstaaten durchihr verkehrtes Benehmen den Untergang der christlichen Herr-schaft in Syrien beschleunigten. Sie begnügten sich weder
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Z6) 730. de VLtr. 6. K. O.
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