366 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap.XI.
waren Es konnten aber nur diejenigen Surianer,
welche in den Städten wohnten, in den Fall kommen, städ-tische Grundstücke zu erwerben; denn die auf dem Laudelebenden Surianer waren, so wie früher unter der römi,scheu und saracenischen Herrschaft, eben so auch unter derchristlichen, zwar nicht Sklaven, aber doch an den Bodengebundene Beysaffen, welche ihrem Herrn dienstbar undzinöpflichtig waren: sie konnten mithin nur auf dem Gebieteihres Herrn mit dessen Einwilligung Grundstücke an sichbringen Wir finden zwar über die Gesetze, nach wel-
go) I-ioro stelle i^esisic H. 16. x. Agg.
Zr) Lnur alll Nomines L temxoil-bus antignis snb stiversis äominlsin rcrra commorantes, so!> Iloma-nis, 6raeois, Isoinis er llsrioois,Laraeeilis er Obrlerianis, vioiisuseubalteriiis longo renixoie jngnmxassi eervütnlis; nbigue servl, sem-
nis suis reservali; xrorsne imbol-les er zirsteliis velnr mniieres in--ntiles, exoexris csnibusstam, gul
aronbns er sagitlis lanrnm urnniuv.Li Luri.siii nnnoupanlnr. l.,oobi äoVirri.rco biscorio orlcnr. o. 74 (bei.)Dongars) ?- iogg. Dag diese Be-schreibung, welche auch Marinuü Sa-nutuö tu seine Seercra llstellrun crn-018 l.lb. III. Vars g. oag. I. x. ijZlausgenommen bat, nur auf die Su-rianer, welche auf dem Lande alsParöken lrra^orxor), d. i. Bellsassen,wvbnten, sich bezieht, dürfen wirwohl nicht bezweifeln: diese Suria-ner waren Colonen (serviterrae) imrömischen Sinns des Worts. Dgl.Fr. C. v. Savignv über den römi-schen Colonat, in den Abhandlungen
der K. Mad. der Wissensch. zu Ber-lin aus den Jahren >322. igsz. S.6 folg. Dag die Surianer, welche inden Städten wohnten, in günstigerenVerhältnissen sich befanden, lägt sichdaraus abnehmen, dag ihnen eigeneGerichtshöfe zugestanden waren: dieseBegünstigung konnte aber den aufdem Lande lebenden Suriancrn, wel-che in Folge der Beschaffenheit ihrerVerhältnisse unter der Gerichtsbarkeitihrer Grundherren standen, nicht ge-währt werden. Nach einer Angabedes üäbro steile ^seisie §. 22. g. AArstand den königlichen Belltassen l Pa-rtei stet Ile), worunter vielleichtvorzugsweise Surianer verstandenwerden, die Befugnig zu, von zwei)Grundstücken, welrhe'in Einer Handvereinigt waren, Eins und zwar das-jenige, welches von geringerm Werthswar, zu vcräugern. Sicherlich waraber zu einer solchen Veräußerungdie königliche Einwilligung erforder-lich (vgl. Savignv a. a. O. S. iz),und der Erwerber wurde kein freverEigenthümer, sondern ein Paröke.Aus dem Berichts des venetiantschenBailo Marsilius Georgius im Ickberalbus (Handschr. des k- k. Haus- und