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Verhältnisse in Syrien.
die Ritterschaft des Königreichs Jerusalem war daher sehrbald wieder auf ihre eigenen geringen Hülfsmittcl beschränkt.
Die syrischen Ritter konnten nicht anders als mit bangerAhnung der Zukunft entgegensehen; denn die christliche Herr-schaft in Syrien ließ sich nur so lange behaupten, alsdie Kräfte der Saracenen zersplittert waren. Sobald diesaracenische Macht wieder in der Hand eines unternehmen-den Fürsten sich vereinigte, so ließ sich der Verlust des hei-ligen Landes nicht mehr abwcnden. Der Aufenthalt desKönigs von Frankreich in Syrien hatte außer der Befesti-gung einiger Städte keinen Vortheil gewährt; und die Ve-sorgniß, daß die Saracenen zu einem ernsthaften Angriffegegen Ptolcmais oder eine andere christliche Stadt in Syrienaufgercizt werden möchten, wenn der fremde König nochlänger verweilte, war vermuthlich die Veranlassung zu demRathe, welchen die syrischen Barone, wie im vorigen Kapitelberichtet worden ist, dem Könige Ludwig gaben, seine Rück-kehr nach Frankreich zu beschleunigen. Nach dem unglück-lichen Ausgange der letzten französischen Kreuzfahrt durftendie Christen des gelobten Landes nicht mehr der HoffnungRaum geben, daß die abendländische Christenheit den oftmißlungenen Versuch, das Königreich Jerusalem wiederher-zustellen, noch fernerhin wiederholen würde; und die Erfolg-losigkeit aller Bemühungen des Königs Ludwig, Hülfe undVerstärkungen sich zu verschaffen, war der überzeugendsteBeweis von dem gänzlichen Mangel der Theilnahme an derSache des heiligen Grabes im Abendlande.
Die syrischen Barone durften daher nur auf den Vey-stand einzelner Ritter oder andrer waffenfähiger Pilger rechnen,welche mit den regelmäßigen Passagien oder Meerfahrtennach Syrien kamen und durch ihren frommen Eifer für dieSache Gottes bewogen wurden, an der Vertheidigung desvn. Ba»d. Z