340 Geschichte der Krcnzzüge. Buch VIII. Kap. X.
thatige» Bilde der Mutter Gottes zu Tvrtosa zu wall-fahrten, so ertheilte Ludwig dem Seneschall, indem er ihmdie erbetene Erlaubuiß gewahrte, den Auftrag, hundertStucke Tuch von Kameelgaru?') iu oer>ehiedeucn Farbenciuzukaufeu, indem er die Worte hiuzusugte: „damit will, ich den Minonten Geschenke machen, wenn wir nach Frank-reich zurückgekchrt si-yii werden." Mit hciterm Sinne voll-brachte der Seneschall diese Wallfahrt, wurde zu Tripolisvon dem Fürsten Boemund mir großen Ehren empfangenund bewirthet und mit Reliquien für den König beschenkt;auch erfüllte er nicht nur den Auftrag des Königs, sondernbrachte auch vier Stücke Tuch von Kameelgaru mir sich alsGeschenke für die Königin Margarethe
70) Dieses Bild hatte, wie Join-ville a. a. O. versichert, zu der Zeit,alS die Kreuzfahrer auS Aegyptennach Syrien kamen, folgendes Wun-der voltbracht. AlS ein vom Teufelbesessener Mann von seinen Ver-wandten zu dem Altar der MutterGotteS zu Tvrtosa, dem ersten Altar,welchen man zu Ehren der heiligenJungfrau errichtete lic xremrci airlei
äc 1 a mere vier, 5 >rr lerro), geführtwurde: so sprach der böse Geist durchden Mund jenes ManneS: Unsereliebe,Frau ist jcpr nicht hier, sondernin Aegypten, wo ste dem Könige vonFrankreich und den Christen beystcht,und dis Christen werden an diesemTage In dieses Land kommen, ste zuFug gegen die Hcidenschafr zu Pferde.Der Dbg wurde ausgeschrieben unddom, päpstlichen Legaten davon Mel-dung gemacht; und Joinvillc erfuhrdieses Wunder aus Lein Munde deSLegaten.
71) (tont aamelins ( c.imelots) <1o
72) Joinvilla übersandte der Köni-gin diese Camelotte, cingeschlagen inein wci-jeS Tuch. AlS der Ritter,welcher ste übcrbrachte, in das Zim-mer der Königin eintrat, so fiel dieKönigin nieder auf ihre Kniec, wor-aus auch der Ritter nicderkniete.Die Königin aber sprach: Herr Rit-ter, siebt auf, ihr dürft nicht nieder-knieen, da ihr Neliguicn tragt; undder Ritter erwiederic: gnädigste Frau,eö sind nicht Reliquien, sondern Ca-mclotte, welche mein Herr euch sen-det. AlS die Königin und ihre Frauendieses hörten, so fingen sie alle an zulachen; und die Königin sprach:sagt eurem Herrn, das; ich cs ihmübel nehme, dai; er mich vor seinenCamclotten kniecn läjjl igne mal jourII soit äoirilö griant 11 mc lait ,igc-noiiler aoirtre ses aameliirsl. Merk-würdig ist auch die Nachricht, welcheJoinville (i>. 126) auf diese Erzäh-