280 Geschichte der Kreuzzüge. BuchVIH.Kap.VIlI.
^SO^'haltniß als Atabek oder Reichsverweser trat. Nach wenigen
Scplbr.HHoche,^ als sie die Ernennung des Malek al Moglts znmSultan erfuhren, kündigten sie dem Sultan Musa, welcherden Titel: Malek al aschraf, d. i. der herrlichste König, an-genommen hatte, gleichfalls den Gehorsam auf und ließenzu Kahirah und Misr ausrufen, daß das Land dem Chali-fen Mosthasem heimgefallen wäre, unterwarfen sich aberbald aufs Neue dem jungen Sultan Musa und dem AtabekAsseddin, worauf der Emir Fareseddin Oktal mit zweyTausend Reitern gegen Gaza zog und die dortigen Mam-luken, welche den Fürsten Malek al Mogits als Sultanausgerufen hatten, vertrieb"^). -Während die ägyptischenEmire von einer Anordnung zur andern schwankten, rüstetesich der Sultan Malek annaser von Damascus znm Kriege,um die Ermordung des Sultans Turanschah zu rächen, undverschaffte sich für diesen Rachckrieg nicht nur den Bey-stand mehrerer ihm verwandter saracenischer Fürsten, welchedamals in Syrien und Mesopotamien herrschten"^), sonderner sandte auch Botschafter nach Ptolemais an den KönigLudwig von Frankreich, ließ ihm ein Bündniß zum gemein-schaftliche» Kriege gegen die ägyptischen Emire antragenund versprach für den Fall, daß der König ihm den ge-wünschten Beystand gewähren würde, die Zurückgabe allerPlätze des Königreichs Jerusalem, welche in seiner Gewaltwären, an die Christen""). Ludwig nahm mit seinen Ba-ronen diesen Antrag des Sultans von Damascus in sorg,fällige Erwägung und beschloß, zu antworten: er könntezwar, so lange er noch von den ägyptischen Emiren, wie-
Herrn von Jemen, welche« ein Eotzndes Sultan» Malei al Kamel war.Lvulkccl» »a L. 626. r. V. o- 8L2und -ä a, 64L l. c. x. zik>.
4«) LvuItcLa l. 0. x. 516 —2>g.
4Z) 4>duUeä. wotl. LÜ
648. "N. V. i>. zso.
44) toiilviN» x zz.