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Ludwig IX. zu Ptolcmais.
damals, wie es oft in der ungesunden Lust dieser Stadtder Fall war, viele Menschen hinwegraffte; und auch Join-ville und alle seine Leute erkrankten an einem heftigen Fie-ber"). Täglich wurden wohl zwanzig und mehre Todtein die St. Michaeliskirche, welche von dem Gemache, inwelchem der Seneschall Joinville lag, nur durch das Zimmerseines Beichtvaters getrennt war, gebracht; und so oft derSeneschall hörte, daß man in der Kirche die Worte sang:lübsra ms, Domino, so erhob er sich von seinem Lager,weinte und sichre zu Gott mit inbrünstigem Gebete für sichund seine Leute um Genesung von ihrer schweren Krankheit.
Die Brüder des Königs von Frankreich, die Grafen vonAnjou und Poiticrs, dagegen blieben gleichgültig bey denBedrängnissen, unter welchen ihre Mitpilgcr seufzten, undbelustigten sich durch Brettspiel und Würfel; und der Grafvon Poiticrs pflegte, wenn er in solchem Spiele glücklichgewesen war, die Thür des Saals zu öffnen, die edlenMänner und Frauen, welche in der Nähe waren, herbey-zurufen und unter sie alles Geld, das er gewonnen hatteoder sonst bey sich führte, auszuthcilen; und selbst wenn erverloren hatte, so kaufte er den Gewinn von seinem Bruder,dem Grafen von Anjou, oder andern Mitspielern und ver-theilte denselben ebenfalls^).
Während die französischen Pilger in Ptolcmais untervielfältigen Widerwärtigkeiten fast zwey Monate zubrachten,ohne zu wissen, ob der König gesonnen wäre, im heiligenLande noch länger zu verweilen, oder in sein Reich zurück-zukehren, wurde die Nachricht von dem unglücklichen Aus-
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