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204 Geschichte der Kreuzzügc. Buch Vlll. Kap. VIll.
Livres bedurfte und diese Summe durch seinen BeichtvaterJohann von St. Menehoud fordern ließ, so behaupteteder Komthnr, weder den Seneschall von Joiuville zu kennen,noch Geld von ihm in Händen zu haben. Joinville erhobhierauf eine Klage bey dem Meister der Templer, Rainaldvon Vichiers, dessen Wahl zum Meister der König Ludwigwegen der von ihm in seiner Gefangenschaft empfangenenDienstleistungen durch seine Fürsprache befördert hatte; derMeister aber bat ihn, diese Klage fallen zu lassen, damitdie Templer nicht in den Ruf gebracht würden, als ob siefremdes Eigenthum durch Betrug an sich brächte». VierTage verlebte der Seneschall, welcher nicht geneigt war,seine Ansprüche aufzugeben, in großer Verlegenheit unddrückenden Sorgen; endlich kam der Templermeister zu ihmund meldete ihm lachend, daß das vermißte Geld sich wiedergefunden hatte, nachdem der bisherige Komthur von Ptole-mais zu einem andern Haufe des Templerordens ge-sandt worden sey. Nach einiger Zeit fand Joinville, nachdemer so verschiedene Widerwärtigkeiten erfahren hatte, eine be-quemere Wohnung im Hause des Pfarrers von St. Michaelis,welche er der Sorgfalt des damaligen Bischofs von Ptolemais,der aus Provins in Champagne gebürtig war, verdankte.
Zu den Sorgen, Bekümmernissen und Entbehrungen,mit welchen die französischen Kreuzfahrer in der Stadt Pto-lemais, die überhaupt nicht in dem Rufe stand, daß sieeinen angenehmen Aufenthalt gewährte "), zu kämpfenhatten, kam noch eine verheerende Seuche, welche auch
s) Wau 6a^>» Le Sc. Maiicko-r,welcher tm Lande jenseit des MecrSin den Dienst de» Sencschallü tratund während zweier Jahre ihm sehrnuplich war. wiuvstn- p. 86. 87 -
ic) S. Eesch. d. Kreuzz. Vuch Vll.Kap. ix. S. 8>S-