242 Geschichte der Krcuzzügc. Buch VIII. Kap. VII.
I. Ckr. hebliche Schwierigkeit. Die Emire trugen zwar kein Be-denken, von ihrer Seite den Eid in der Weise zu leisten,welche der König auf den Rath deö Meisters Nikolaus vonPtolemais, eines der morgenlandischen Sitten und Gebräucheso wie auch der saracenischen Sprache kundigen Mannes, inVorschlag brachte; sie sollten nämlich schwören, daß sie,falls der geschlossene Vertrag von ihnen nicht gehalten würde,so ehrlos und verrucht seyn wollten, als ein Muselmann,welcher mit entblößtem Haupte nach Mekka gepilgert, odersein verstoßenes Weib wieder zu sich genommen"), oderSchweinefleisch genossen hätte. Als aber die Emire auf denRath einiger Renegaten forderten, der König sollte schwören,daß er im Falle des Meineides so ehrlos und verrucht seynwollte, als ein Christ, welcher Gott und seine heilige Mut-ter verleugnet oder von der Gemeinschaft Gottes, der zwölfApostel und aller übrigen Heiligen sich losgesagt, oder Gottzum Hohne das heilige Kreuz bespieen und mit Füßen ge-treten hätte"): so weigerte sich Ludwig, die dritte dieser
LösegcldeS genommen zu haben; denn400,000 Goldstücke zahlte Ludwig alsersten Termin (äe rznldns so. oorln-Aentis niillldns L/2anr1ornm )amsolvlmns gnaärlngenra, Ulp. 6. löu-äovlol I. o.). Nach Abulmahasen(bey Neing,ud a, a.O.) zahlte LudwigalS Löscgeld 500,000 Byzantien.
61) Oe cecas (d. >. deshalb), fügtJoinville hinzu, no pevcnt lalsslerleur ckennnss a 1 a Io/ sto IVIalioin-niec, gNL jamcrr liamals) 1a xulssentr'avolr, so 11 no voll NN aurroIromnre gösir a 11 (eouolrcr aveodie) avant grre 11 la puisse r'avolr.S- Uurclolrarllr aradic xroverdslHoiräoir igZo. 4.) p. 2,.
6r) Wir stnd in der Angabe dieserEidesformel dem Texte der Ausgabe
des Louvre (oarls 1761 fol.) von Jo-inville lp. 77) gefolgt, welcher zwarnicht ganz vollständig ist, sich aberleicht ergänzen lässt l etwas abwei-chend ist der Text von Ducangs l?-70), nach welchem Ludwig erstlichschwören sollte, dag er im Falle derVerletzung seines gegebenen Wortesgetrennt seyn wollte von der Ge-meinschaft Gottes und seiner heiligenMutter und aller Heiligen (äe ronsles arrtres Lalns er Zalnres) des Pa-radieses. Dagegen hatte Ludwignichts einzuwenden, er weigerte sichaber, die zwcyte Verwünschung aus-zusprechen, nach welcher er im Fallsdes Meineides angesehen seyn sollteals ein Christ, welcher Gott und des-sen Taufe und Gesetz verleugnet und