Ermordung des Sultans Turanschah.
229
so wurden sie angewiesen, zu ihren Zelten zurückzukehren.Eine ähnliche Zurücksetzung erfuhren die übrigen ägyptischenEmire, welche von dem Sultan Ejub durch Belohnungenund ehrenvolle Aemter waren ausgezeichnet worden; selbstder Emir Husameddin, Statthalter von Kahirah, dessenTreue dem Sultan Turanschah den Thron von Aegyptengegen den Ehrgeiz des Atabck Fachreddin bewahrt hatte,wurde von dem jungen Sultane, als er demselben seine Hul-digung darbrachte, mit Gleichgültigkeit ausgenommen; Tur-anschah empfing den verdienten Emir nur an der Tafel undunterhielt sich nicht mit ihm über Geschäfte; Husameddinsah schon damals das Schicksal vorher, welches der Sultansich bereitete, und er sprach eines Tages zu seinem Freunde,dem Geschichtschreiber Dschemaleddin: „Dieser junge Sultanbenimmt sich auf dieselbe Weise als sein Oheim Adel, indemer die Emire sich zu Feinden macht"), und er wird esdahin bringen, daß man ihn absetzt und ermordet")."So wie Turanschah die Scharen der Mamlukeu und derenHäupter im Allgemeinen beleidigte, eben so krankte er aucheinzelne ihrer Emire. Dem Emire Fareseddin Oktal, demHaupte der dschamdarischen Mamlnken, einem Manne vongroßem Ansehen und Einflüsse, welcher zu dem Sultan nachMesopotamien sich begeben, ihm den Tod seines Vaters gemel-kt und ihn aufgefordert hatte, nach Aegypten zu eilen, verhießTuranschah! zwar als Belohnung die Statthalterschaft vonAlexandrien, er erfüllte aber nicht dieses Versprechen").
Die Erbitterung der Mamlnken gegen den jugendlichen
27) S. Eesch. der Kreuz;. Buch VII.Kap. 17. S. SS 5 -
28 ) IZciiLLna Lxlrairs I>. 466, 487,
2g) IZeinauä x. 48g. Der EmirFareseddin Oklai kömmt bey 2 oin-
ville (x. 7g. 84 ) vor unter dem Na-men oder Faiaoalzic,
und an der letztem Stelle bezeichnetihn der Seneschall alü- u» äcs plusloiarrs LarraLing Hue je veisse rrn-gnes.
2. Shr.
l2go.