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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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Behandlung des Königs Ludwig in der Gefangenschaft. 211

Der Sultan Turanschah behandelte indeß den KönigLudwig und die vornehmen gefangenen Christen mit Scho-nung, da nach dem eigenen Zeugnisse des Sultans und derarabischen Geschichtschreiber durch einen Vertrag ihnen dasLeben gesichert war, obwohl die christlichen Nachrichten einessolchen Vertrages nicht erwähnen^); und wenn der Sultanden König und dessen vornehme Unglücksgefahrten es fühlenließ, daß sie Gefangene waren, so hatte er dabey wohl nurdie Absicht, ein so hohes Lösegeld als möglich zu erpressen.Ludwig und seine Brüder wurden zwar gefesselt und in einemHause zu Mansurah durch einen Eunuchen bewacht; derSultan sorgte aber für ihren Unterhalt und sandte einesTages dem Könige und den gefangenen französischen Baronenals Geschenk fünfzig Ehrenkleider, welche von allen andernangelegt wurden; nur Ludwig weigerte sich dessen, indem ererklärte, daß es einem Könige nicht geziemte, ein fremdesKleid zu tragen. Am folgenden Tage beleidigte der König«och empfindlicher den Sultan dadurch, daß er dessen Ein-

unzufrieden; io legst, sagt Josnbille(x. 70), se aonrronos mault sormeilt(kortcmenr) s mal xourcegue ll u's-vait stemoure svee 1e Loz- cle rl-elies liommes gue mnv.

2) Vgl. oben S. I§9. Anm. III.

3) In dem Hause des SchreibersFachreddin Ebn Lokman, durch denEunuchen Sabib, einen Sklaven desSultans Turanschah. ^wulkest. sun.mosl. lr, IV. x. Zog. keinsuil Lx-trslts p. 463. Nach einer Bemerkungvon Neinaud zeigt man noch jetzt zuMansurah auf einem kleinen Platzeam Nil das Haus, wo Ludwig ineinem dunkeln, etwa 20 Quadratfugenthaltenden Zimmer des Erdgeschos-ses bewahrt wurde. Nach Gujart

(x. 144) schmerzte den König wäh-rend seiner Gefangenschaft nichtsmehr alS der Verlust seines Breviers-

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Diese Erzählung wird durch das An-merk. 3 angeführte Zeugnigdeö könig-lichen CapellanS widerlegt; und wassonst jener Dichter von der Mißhand-lung der gefangenen Christen berich-tet, mag ebenfalls llebertreibungsehn.

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