172 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. VI.
^i!-L°?sandt, um denselben auf dem Marsche zum Lagerplätze zubegleiten, mit den königlichen Rittern dahin gelangte, so saher, daß saracenische Fußknechte noch mit einigen geringenKreuzfahrern um den Besitz eines Zeltes kämpften; Join-ville aber und der Meister der Templer rannten sogleichwider diese Saracenen und vertrieben sie, und das Zeltblieb in der Gewalt der Kreuzfahrer. Joinville errichtetehierauf sein Zelt, welches die Templer ihm überließen undseine Leute von dem andern Ufer des Kanals ihm brachten,vor den eroberten Kriegsmaschinen, zu deren Bewachung derKönig einige seiner Serjanten anwies. Es wurde zwarkeine Beute an Gold oder Silber in dem eroberten Lagergefunden, weil nach dem Rückzuge der Türken die Beduinenin das verlassene Lager eingedrungen waren und Alles ge-raubt hatten, was sie wegtragen konnten gleichwohl er-beuteten die Pilger viele Zelte und anderes Heergeräth, sowie auch einen Vorrath von Bauholz, welches ihnen nütz-liche Dienste leistete
Ludwig erfuhr den Tod seines Bruders, des Grafenvon Artois, erst, als er nach dem Ende der Schlacht zudem Lagerplatze sich begab, indem der Johanniter Heinrichvon Ronnay, welchen er auf dem Wege antraf und umNachrichten von dem Grafen befragte, zur Antwort gab:er wisse wohl, wie es dem Grafen ergangen sey, dieser be-finde sich ohne Zweifel im Paradiese. „Aber, gnädigerHerr," fuhr der Ritter fort, „ihr mögt euch damit trösten,daß euch eine herrlichere Waffenthat gelungen ist, als irgendeinem andern Könige von Frankreich, indem ihr ohne Schiffeüber einen breiten Fluß gegangen seyd und die Saracenenaus dem Felde geschlagen, so wie deren Maschinen und Zelte
Zg) loinville x. S4. zz.
39 ) Nolarjoil msiniicrUe x, L?6.