158 Geschichte der Kreuzzüge» Buch VIH. Kap» VI.
Durch diese» unbesonnenen Angriff des Grafen von Ar-tois wurde der ganze im Kriegsrathe sorgfältig überlegtePlan vereitelt; denn auch die übrigen Ritter folgten demWeyspiele des Grafen und unternahmen, so wie sie das jen-seitige Ufer erreichten, den Angriff, ohne die Ankunft dernachfolgenden Scharen zu erwarten. Es gelang ihnen zwar,
yniclam miles omnidns armis rcäi-ircitris. Lujus clz-pcnm cum xcr xi-cruram cognovisser, srccxekacta sei-scilabarrir, guisnam esset ixse gui»scenäens ab aicgelis acl rantam su.scipiehatccr gloriam, cujus noverstsxolia; er rcspousum csr voce ma-Itikesta ec arriculara: 'VVillielmusLlius ruus. (Dieselbe Erzählung fin-det sich auch bei) Matthäus von West-minfier »cl a. I2Z0. cä. icrancok. x.846). Weiter unten bemerkt Mat-thäus Paris, dag von dieser Ritter-schaft nur zwei, Templer, Ein Johan-niter und ein geringer Mann (uimcouremxribilis xersona) sich retteten,und einige andere verwundet sich imSchilfe (iu vlirecto) verbargen unddaselbst die Nacht erwarteten. In ei-ner folgenden Nachricht (x. 733 ) be-richtet derselbe Schriftsteller, dag dieSchlachtordnung des Grafen von Ar-tois durch die Unbesonnenheit ihresAnführers icxx> Ritter und überhaupt7120 Streiter einbüstte, und dreyTempler, vier Johanniter und drei)deutsche Ritter sich retteten; ein fünf-ter Johanniter entkam zwar aus derSchlacht, starb aber, ehe er nach Pto-lemais gelangte, an seinen Wunden.Als getödtete Kreuzfahrer nennt Mat-thäus Paris, ausicr Wilhelm Longa-spatha und dessen Fahnenträger Ro-bert von Ver, den Grafen Hugo vonFlandern (was nicht richtig ist, s.unten), den Grafen Hugo le Brun
de la Marche, den Sohn des bcy Da-mictte getödtete» Grafen gleiches Na-mens, den Grafen von Ponthieu undNadulph von Coucy; Eauchier vonChatillvn wurde nach Matthäus Pa-ris gefangen und zum Khalifen ge-führt, was ebenfalls unrichtig ist; s.unten. Der von Matthäus Parismitgctheilte Bericht mischt übrigensdie bcyden Schlachten, die Schlacht,welche durch den Nebergang der christ-lichen Ritterschaft über den Kanalvon Aschmum veranlastt, und die spä-tere, in welcher der König Ludwiggefangen wurde, zu Einer Schlachtzusammen. Genauer ist die Nach-richt, welche in dem von MatthäusParis mitgctheiltcn Briefe an LenGrafen von Cornwallis (x. 737) sich
§ 73 ) nennt als in dieser Schlacht ge-fangene oder getödtete Ritter, austerdem Grafen Robert, von Artois, Wil-helm Longaspatha (l.c>nxne-Lsx>ee)und Nadulph von Coucy, noch fol-gende: Rogier, Herrn von Nosoi inTicraisse, Johann, Herrn von Cherist,und Eberhard, Herrn von Braine inChampagne. Nach eben dieser Nach-richt wurden viele anders tapfere undkühne Barone, Armbrustschüyen undSerjanten zu Pferde vermisst, so Lastniemals von ihnen etwas weiter kundwurde, und alle Templer biS aufvier oder fünf wurden getödtet.