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110 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. IV.
Fesseln zu zerbrechen"), wahrend ein großer Theil ihrerübrigen Mitgefangenen von den Saracenen, als diese imBegriff waren, aus Damiette zu entweichen, auf jämmer-liche Weise erwürgt wurde, in das Lager der Pilger kamenund die Meldung brachten, daß Damiette von den Sarace-nen verlassen wäre, die Thore der Stadt offen ständen, undeine furchtbare, von den entflohenen Saracenen angelegteFeuersbrunst das dortige reiche Lagerhaus verwüstete. Ob-gleich die Pilger in der Nacht den Widerschein dieser Feuers-brunst am Himmel erblickt hatten, und der Rückzug derfeindlichen Flotte aus der Mündung des Nils in die obereGegend des Flusses die Vermuthnng begründete, haß esnicht die Absicht der Saracenen wäre, Damiette zu behaup-ten: so gewährte der König Ludwig dennoch jener Meldungals einer unglaublichen Sache kein Vertrauen und sandtesofort einen Ritter--) aus, um Erkundigung einzuziehen.Als dieser Ritter zurückkam und berichtete, daß er selbst inden Hausern des Sultans zu Damiette gewesen wäre, undAlles in der Stadt sich so verhielte, wie cs dem Königewäre gemeldet worden"): so berief Ludwig sofort zu sichden Legaten und die übrigen Prälaten des Heers und ließden Ambrosischen Lobgesang anstimmen "). Hierauf bestie-gen die Ritter ihre Rosse, zogen wohlgemuth über die Schiff-brücke, deren geringe Beschädigung ohne große Mühe wieder
43) Duo oaptivi yni manns Iro-sriles evaseranr. Oniäonis Lxisr.
,67. Nach der von Michaud benutztten handschriftlichen Chronik (Hist,äes OroLs. IV. x». 253) kam ein Sa-racene und meldete dem Könige: Motons ii 8arrasins s'en etoienr alesäe 1a eitö äe Damiette et hno on1e xenäist si co rr'estoit voir (vrai);1i roi 1e lisr garäer er envo-'a genr
II Inst nonne (irona).
44) I7n messagor elrevalier. 7oin»villo x. 35.
42) tzno il avoir osrö äeclens lesmesous an 8onäano er o'estoirvoir. ssolnville a. a. O.
4H) loinviUo a. a. O.