94 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. IV.
3-^r. Mud beförderte anfangs die Fahrt; als aber am Pfingsi-
23. Mai tage der König bey der Landspitze von Limassol die Ankerhatte werfen lassen, um in einer Kirche der Messe beyzu-wohnen, so erhob sich nach der Beendigung des Gottesdien-stes ein heftiger Sturm aus Süden, riß viele Fahrzeugevon ihren Ankern und trieb sie nach Ptolemais und andernfremden Landern Auch in den folgenden Tagen dauertenoch die Gewalt des heftigen Sturms fort, welcher daSkönigliche Schiff und die übrigen Fahrzeuge, so viele derenam ersten Tage dem Sturme widerstanden waren, nachPaphos verschlug, wo Wilhelm von Villeharduin, Fürstvon Achaja, nebst einer nicht geringen Zahl von Fahrzeugen,und der Herzog von Burgund, welcher den Winter inMorea zugebracht halte, mit der Pilgerflotte des Königsvon Frankreich sich vereinigten Zwey Mal war die Flotte
am so. Mal, unl> nach dem Schrei-ben des Grafen von Artois (dessenGemahlin kurz vor der Abfahrt vonCypcrn einen Sohn, liiium vaidoelegantem et bene kormatum, gebarund denselben daselbst zursicklieg, ibi-dem riadidic uutricndnm) an dieKönigin Vlanca, welches in den ad-dimmcntis ml IVIatlb. Paris x. 16Z,i 56 mitgciheilt worden ist, schifftender König Ludwig und die Pilgerschon am Abende deS Himmclfakrt-feücS (13. Mat) sich ein. Das Schiff,auf welchem der König Ludwig nachDamiette fuhr, hieß la Manuale (dieMünze), Micicand bist, des Oroisa-dcs P. IV. x. 232. lieber die Zahldes Heers, mit welchem der KönigLudwig nach Aegypten kam, findensich keine genauen und sicheren An-gaben. Dag der König mit 2300 Rit-tern von Lypern abfuhr, bemerktIoinville gelegentlich x.LL; der Emir
Husameddin, welcher mit Ludwig,als derselbe in Gefangenschaft gcra-thcn war, unterhandelte, versicherte,aus dem Munde des Königs gehörtzu haben, dag das Heer der Pilgerbey der Ankunft in Aegypten ygco Rei-ter und 130,000 zu Fug, mit Aus-schluß der Handwerker und Knechte,gezählt habe. Abulmahasen bey Nci-naud . x. 475- Makrisi giebt dasHeer der Kreuzfahrer zu 70,000 an,nach anderen arabischen Geschicht-schreibern betrug dis Zahl desselbennur Zo,oao. Neinaud a. a. O. Dgl.unten Anm. ic>.
z) loiuvillo a- a. O. Nach derAngabe des Ritters Guido wurdenKundert und sunfzig Schiffe ver-schlagen.
q) 6uil. de klang. 1>. 3 L 3 . NachJoinville (a. a. O.) legte sich derWind schon am Lage nach Pfingsten,dis Flotte fehle dann ihre Fahrt fort,