44 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. I.
„eurer Heiligkeit kund, daß, seitdem eure Brüder, die ge-benedeyten Lateiner, in unsere Lander gekommen sind, unserVolk stets denselben gewogen war und ihnen in allen Nö-then, insbesondere durch Befreyung der Sklaven und Ge-fangenen treuen Bcystand geleistet hat; deshalb bitten wirjetzt eure Heiligkeit, durch die Liebe, welche vor allen unsGott gleich macht, uns zu belohnen und für unsere Schwachezu Gott zu beten b«)."
Diesen Bitten der morgenländischen Bischöfe um denSchutz des apostolischen Stuhls wider ihre Bedrücker be-mühte sich Jnnocenz um so mehr zu genügen, je mehr ihndie Unterwerfung derselben unter die Hoheit des römischenStuhls erfreute, und er gab daher seinem Pönitentiarius,dem Minoriten Laurentius, welchen er als seinen Legatennach Asien zur Besorgung der kirchlichen Angelegenheitenin Armenien, Aegypten und sämmtlichen übrigen saraceni-schen Reichen sandte, den Auftrag, als ein Engel des Frie-dens die Griechen, welche in den Sprengeln der Patriar-chen von Antiochien und Jerusalem und in dem KönigreicheCypern wohnten, nicht minder als die Jakobiten, Maroni-ten und Nestorianer in seinen Schutz zu nehmen, und dievon den Lateinern wider dieselben geübten Bedrückungen ab-zustellen und für die Zukunft durch nachdrückliche Maßregelnzu verhindern s»). Diesen Auftrag wiederholte der Papstnoch einmal durch ein spateres an denselben Legaten gerich-tetes Schreiben, in welchem er ihn zugleich bevollmächtigte,den griechischen Patriarchen von Antiochien zu einer Reise
88 ) Rainelst. I. c. § Zg.
89) Die Vollmacht, welche Inno-ccnz rem Legaten gab, ist datirt:Dmgstuai non. lnn. inino IV. (g. Ju-
tllus ragst). Rainelä. I. 0. H. 30.Oer Legat kam also etwa im Herbsteres Jahrs logst nach rem Lande jen-scit res Meers.