22 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. I.
^ 45 ? von der Kirchenversammlung zu Lyon wider den KaiserFriedrich ausgesprochene Urtheil nicht gebilligt haben soll "6),zu Clugnymit dem Papste Jnnocenz über die Angele-genheiten der Kirche. Obwohl die Verhandlungen, welchedaselbst mit Theilnahme der Königin Bianca wahrend siebenTage Statt fanden, sehr geheim gehalten wurden, so bliebes doch nicht unbekannt, daß ein Hauptgegenstand jenerBesprechungen die Ausgleichung der Streitigkeiten des Pap-stes mit dem Kaiser Friedrich und dem Könige Heinrich vonEngland und überhaupt die Wiederherstellung des Friedensder Kirche gewesen war"^); und wahrscheinlich erwirkte sich
zu Lyon als Kennzeichen Ihrer Würdebewilligt hatte.
46) Lest iroo (den über den KaiserFriedrich ausgesprochenen Bann) Ncx
isterrr Idriäeiions guonstam suratirssnus extiterat. Olironioon Leiio-riiense in 5prei1e§. 1'. II.
I>. 6za.
47) Nach Wilhelm von Nangis zuLyon, was schon Pagi alS einenSchreibfehler bezeichnet hat. Wgl.^Vvta Sauctor. Loliaust. XXV. Xug,I'. M.
48 ) iVIattii. k-erie I. e. Vgl. Idai-Itakäus aä a. 1S4S. §. 27. (aus einemungedrucktcn Briefe des Petrus deWinea ). Matthäus Paris redet beydem Jahre ,2gS noch einmal von die-ser Zusamtncnkitnfr und bemerkt da-selbst, der Kaiser Friedrich habe da-mals durch die Dermittelung des Kö-nigs von Frankreich dem Papsteangeiragcn, dah er, falls der Papstihm und seinem Sohne Conrad dieWiederaufnahme in den Schoos; derKirche gewähren würde, sich verbind-lich machen wollte, sein ganzes übri
ges Leben im heiligen Lande zuzu-
reguum iutegraliter pro pogse suorcslilnnerns cultui Lirristiaiio) unddas Kalserthum seinem Sohne zuübergeben. Wenn Friedrich wirklichdiesen Antrag machte, so war es ihmsicherlich damit nicht Ernst, und Jn-nocenz IV. hatte Recht, dem KönigeLudwig zu antworten: „ Solchesund noch Eröhercs har der Kaisermehr alS einmal eidlich versprochenund niemals erfüllt. " Oer KönigLudwig stellte hierauf dem Papstevor, dag das heilige Land nicht be,freyt werden könnte ohne die Unter-stüHung des Kaisers, welcher über dieHäfen und Inseln und über einengroßen Theil der Küstenläpdcr geböteund alles genau kennte, was zur För-derung der Kreuzfahrt gehörte, ilder-
Heum propitio, gut portudnrs prac-e»t et insitlis et spatiosis lcrrib Marieonterminis et gut novit omnia