16 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. I.
2^^'keit seiner Genesung verzweifelte. Die Gefahr, in welcherder geliebte König schwebte, erweckte in ganz Frankreichschmerzliche Teilnahme, und die Prälaten sowohl als dieBarone eilten ans allen Gegenden des Reichs an den könig-lichen Hof, wo sie zwey Tage angstvoll und bekümmertabwarteten, was Gott über den König verfügen würde.Als die Krankheit sich verschlimmerte, so wurden in allenfranzösischen Kathedralkircheu Vittfahrten, öffentliches Gebetund die Vertheilnng von Almosen angeordnet, um von derGnade Gottes die Genesung des Königs zu erwirken; undder Abt Odo von St. Denys ließ auf die Bitte des Königsund seiner Mutter, der Königin Bianca, die in der Kirchevon St. Denys anfbewahrten Gebeine der Heiligen Diony-
sz.D-c.sius, Rusticus und Eleutherius erheben und am Freytagevor Weihnachten in fcyerlicher Bittfahrt umhertragen, wasnur, wenn das Reich in großer Nolh sich befand, zu ge-schehen pflegte, und daher viel Volk aus Paris und anderenbenachbarten Städten herbeyzog Fast während eines
ganzen Tages lag der König bewußtlos. Diejenigen, welcheum sein Bett standen, waren zum Theil der Meinung, daßGott die, Seele des frommen Königs bereits zu sich ge-nommen hättet), und, wie Ludwig selbst erzählte, eineFrau war schon im Begriffe, das Betttuch über sein Gesichtzu ziehen, eine andere aber verhinderte solches, indem siebehauptete, daß der König noch athmete. Während des
Ruhe (valicka tevris et vckemensNuxus ventris nach 6uil. cke Ikang.,nne tres - cruel nialastie, tres - venr-
sicicns, nach Gujart), und (nachMatthäus Paris sä L. ,244. x. 6Zt)die Folge einer Ansteckung, welcheder König in Der Picardie aus seinem
Feldzuge wider die Engländer (cumnegotiis vellicis inäulsissct) sich zu-gezogen hatte,rg) 6uil. äe I^ang. I. c.
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