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Kirchenversammlung zu Lyon.
Mit großer Feyerlichkeit eröffnete am nächstfolgenden 2Mittwoch Jnnocenz, umgeben von allen Cardinalen, welche^zu Lyon um ihn sich versammelt hatten, und einer großenZahl anderer Geistlichen, die erste öffentliche Berathung derKirchenversammlung in der Domkirche des heiligen Johan-nes ; und auch in dieser Berathung wurde des heiligen Lan-des zwar gedacht, es beschäftigte aber der Streit des Pap-sies mit dem Kaiser am meisten die Gemüther. Nachdemdie Messe gefeyert, und die Litaneyen gesungen worden, sobegann Jnnocenz seine Predigt mit den Worten der heiligenSchrift"): „Euch sage ich allen, die ihr vorüber gehet,schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sey, wiemein Schmerz, der mich getroffen hat." Er verglich hier-auf ") die fünf Schmerzen, von welchen sein Gemüthgequält würde, mit den fünf Wunden des Gekreuzigten.„Mein erster Schmerz ist," sprach Jnnocenz, „daß dieunmenschlichen Mogolen die christlichen Länder verwüsten;mein zweyter Schmerz ist die Widerspenstigkeit der Griechen,welche die römische Kirche als eine Stiefmutter anfeinden;den dritten Schmerz erweckt in wir die Ketzerey, welche invielen Kirchen, vornehmlich den lombardischen, immer mehrUeberhand nimmt; den vierten die schreckliche Verwüstungvon Jerusalem und anderen Städten des heiligen Landesdurch das verruchte Volk der Charismier; und der fünfteSchmerz ist die Lasterhaftigkeit des Kaisers Friedrich, wel-cher der Beschirmer der Kirche seyn sollte, aber ihr erbit-
W»r>i1e köret auäire et moroeuillexplioare.
-8) Klagelieder Jeremias Kap. i.D. I 3 . Dgl. iVlattlr, x. 644.Nach andere» Nachrichten (iviansi,cloilcii. ic xxil. x. 6lo) eröffneteJnnocenz seine Predigt mit den Wor-
ten (Ps. X0IV. ,y.); „Ich hatte vielBekümmernig in meinem Herze»;aber deine Tröstungen ergötzen meineSeels."
lg) 8<nis eleganter, setzt MatthäusParis hinzu.
-Ehr.
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