Druckschrift 
7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
Entstehung
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

4 Geschichte der Kreuzznge. Buch VIII. Kap. I.

I. Cbr. seni Aergernisse ein Ende zu machen, indem er den Erzbi-schof von Tyrus und den erwählten Bischof von Tripolisbeauftragte, diese Sache sorgfältig zu untersuchen und demapostolischen Stuhle Bericht zu erstatten, damit dem unwür-digen Bischöfe von Viblus die gebührende Strafe zuerkanntwerden könnte ^).

I. M. Die Nachrichten, welche Jnnocenz aus dem heiligenLande empfing, wurden aber immer betrübender; die schreck,liehen Verwüstungen der Charismier und die unglücklicheund blutige Schlacht bey Gaza und deren schlimme Folgenließen den gänzlichen Untergang der christlichen Herrschaftin Syrien als sehr nahe bevorstehend fürchten. Gleichwohlwar es unmöglich, so schleunige Hülfe zu erwirken, als diebedrängte Lage der syrischen Christen sie forderte.^ Wennauch in der damaligen Zeit die abendländischen Christen derBegeisterung für das heilige Grab noch fähiger, gewesenwären, als sie es waren: so stellten doch die Zeltverhältnisseder Unternehmung einer Kreuzfahrt vielfältige Hindernisseentgegen. Die Mogvlen bedrohten die Gräuze von Ungarn,und Jnnocenz sah sich daher genöthigt, die Deutschen zurBewaffnung wider jene furchtbaren Horden dadurch aufzn-muntern, daß er allen denen, welche das Königreich Ungarnvertheidigeu würden, dieselben Vorrechte zugcstaud, welchedie allgemeine Kirchenversammlung des Laterans den Kreuz-fahrern bewilligt hatte ^). Das lateinische Kaiscrthum vonConstantinvpel bedurfte ebenfalls einer kräftigen Hülfe; undda Jnnocenz eben so sehr als seine Vorgänger Jnnocenzder Dritte und Gregor der Nennte die Behauptung derKüsten von Thracien und Griechenland als höchst wichtig

Z) ir-in-lia. I. c. Ao. Anagni am 21. Jul. I2YZ, bey Nai-

ü) Schreiben des Papstes. an den nalduS a. a. O. §. LS. 37.Patriarchen von Aquileja, erlassen zu