Druckschrift 
3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

10

Joseph Ben Meir

eine Burg hatte, ihn wohnen zu lassen in den Felsenritzenund den Stcinklüften, nm sich dort verborgen zu hatten,bis der Zorn vorüber wäre. - Sic verließen ihre Hauser nachdem Laubhüttenfest des Jahrs 40^7 und begaben sich zu denVesten, wo sie blieben, bis die KriegLlcute abgezogen waren.Dann kehrten sic wieder in ihre Wohnungen zurück.

Die Juden, welche zu Cöln wohnten, gaben dem Di-schoss alles, was er forderte, und dafür überließ er ihnendas sehr feste Schloß Falkcnburg, und ließ selbst die Wächterder Burg auszichn, so daß kein Fremder unter den Judendaselbst war; diese hatten aber ihre Hauser und ihre Güterdem Bischofs zum Pfand gegeben. Ais solches kund gewor-den, verfolgte man sie nicht weiter. Auch zu den andernJuden, welche in andere Burgen geflohen, sagten sic nichtsweiter von diesem Tage an und fürder, der Name des Herrnscy gelobt in Ewigkeit. Eleasar, der Levite, hat alles die-ses beschrieben in seinem Aufsatz: denn er war unter denen,welche in jene Burg eingelassen waren und unter seinenmütterlichen Verwandten, damals drcyzehn Jahre alt. Auchdie Juden, welche in den Landern des Königs (von Frank-reich ) waren, retteten sich jeglicher mit seinen Verwandtenund Freunden in die Hauser seiner Bekannten oder inSchlösser und Vesten, und blieben daselbst, bis der Zornvorübcrgegangen war.

Zu jener Zeit, da die Juden auf dem Schlosse Falkcn-burg sich aufhielten, da wohnte unten am Berge ein jüdi-scher Mann, welcher zwcy Sohne hatte, wovon der EineAbraham und der andere Samuel hieß. Als diese durchihre Jugend sich verleiten ließen, den Berg hiuanzugehen,um diejenigen zu sehen, welche zu dem Berge hinaufstjegen,