Zehntes Kapitel.
59?it prächtigen, schön gerüsteten Scharen zogen drei) Kö-nige und viele berühmte Fürsten des Abendlandes und Mor-genlandes in der Hitze des Heumonates nach Liberias»Man sah an ihren schönen und glanzenden Rüstungen undder Pracht ihres Lagers keine Spur mehr der Trübsale undLeiden, welche viele in diesem Heere erduldet, und die rau-schende Fröhlichkeit, wovon das Lager ertönte, liest keinerschmerzlichen Erinnerung an den Tod und jämmerlichen Un-tergang so manches unglücklichen Wallbruders Raum. Auchder Patriarch Fulcher von Jerusalem gesellte sich zu ihnenmit dem heiligen Kreuze.
Nachdem die Könige den Aufbruch geboten, zog diesstattliche Heer mit andächtiger Erinnerung an die wunder-volle Bekehrung des Apostels der Heiden auf dem Wege, aufwelchem der heilige Paulus noch als Saul gen Damaskusfuhr mit Dräuen und Morden wider die Jünger Jesu.
i) Die chronologische Angabe bei,Will> elm von T y r u s (xix. 2.)Sag am 25. Mai, 1147 das Heer gegenDamascuS aufgcbrochcn sey, istfalsch. Denn damals war der KönigLudwig von Frankreich noch nichteinmal zu Jerusalem angekvmmcn.Daß Sie chronologische» Angabe»
Ses Bischoffs Otto von Freys,nge»(s. Kap. IX. Aum. 17) die richtigensind, erhellt aus Abulseda (»'. m.S. 506) und Abu Schama h, nachwelchen die Christen am ü. Lage desNabia al awwal 34z (23. Jul. 1148)vor DamaoeuS ankgmcn.
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