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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
Entstehung
Seite
63
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Drittes Kapitel.

§)as Beyspiel der Begeisterung für das heilige Grab/ wel-che durch Bernhard in Frankreich erweckt war, wirkte baldauch auf andre Völker, zu welchen die Kunde von seinenbegeisterten Predigten und deren gesegneter Wirkung drang.In England und an verschiedenen Secküsten nahmen vielekühne Seefahrer das Kreuz, um sich dem Heere des franzö-sischen Königs anzuschließen; auch in Italien und selbst inUngarn weißten sich viele tapfere Männer dem Kreuze H.

Am gewaltigsten aber wirkte das Beyspiel der Franzo-sen auf die Völker von Deutschland. Bis dahin hatten dieDeutschen viel geringer!, Antheil an den Mecrfahrten genom-men, als die Franzosen; ihr kühler und überlegender Sinnließ weder die fromme Liebe und Ehrfurcht für das heiligeGrab zu thörichter und eitler Schwindelcy ausartcn, wasin Frankreich so oft geschah, noch ließ er die Schwierigkei-ten so gewagter Abentheuer unbeachtet. Wenn gleich oft-mals auch aus Deutschland einzelne kühne Ritter und aben-theucrlustige Kriegsmänner nach dem gelobten Lande pilger-tcn, um durch tapfer,, Kampf wider die Saracenen Sündenabzubüßen oder Gelübde zu lösen, so hatte sich doch der kläg-liche Untergang des schönen deutschen Heers, welches weni-

s. §r,r.

r) Otto üe Pestis 1. I. o. 42.