64 Geschichte der Kreuzzüge. Duchlll. Kap.XII.
2. Äir.ri«.
Zwölftes
Kapitel.
^ie einzige ruhmwürdige Waffentbat dieses großen Kreuz-zugs wurde von einer zahlreichen Pilgerflotte vollbracht,welche auf ihrer Fahrt nach Syrien an der Küste von Por-tugal landete und dem Könige dieses Reichs , Alfons vonBurgund, half, die Stadt Lissabon, die einzige Stadt inPortugal, welche noch in der Gewalt der Saraccnen war,zu überwältigen Die Flotte bestand aus zweyhundert
i)D!eausführlichstenNachrichtcn vonre» Thatcn dieser Kreuzfahrer findensich in zwei) Briefen, wovon der Ei-ne von einem flamiändischen PriesterArnulf, der selbst das Kreuz gepredigtund der Eroberung von Lissabon beii-wohnte, an den Bischofs Milo vonTerouenne gerichtet (abgedr. in Läm.Vlartoiio er Oi-. Our.mck 6ollecr. .im-xlirs. lr. I. S. 8o2-l>o2), der anderevon dem deuischen Mönch Ocdckind(Dodechin) aus Oberlalmstein, eben-falls Augenzeugen, an den Abt Cunovom Kloster des heil. Dashbodus zuOberlahnstein geschrieben iss Denletzter» Brief hat Dcdelind in seineChronik, welche Fortsetzung der Chro-nik des Marianus Scotus ist, einge-rückt) in der gedruckten Ausgabe die-ser Chronik (in I'ietor. Scrijitt.
rer. 6orm. eck. Ltrrrvr 'l. I. S. 676.)findet sich aber nur ein unvollständi-ger Auszug daraus; vollständig ist derBrief selbst aus der Handschrift desMarianus Scotus und seiner Fort-setzcr in der Bibliothek des St. Bar-tholomänsstistes zu Frankfurt amMain, mitgetheilt in Phil. Wilh.Gercken Reisen durch Schwaben».-s. w. Th. iv. S. Z8Ü-ZY1. BeideBriefe find einander so ähnlich, dassste aus Einer Quelle geflossen segnmüssen. Es ist nicht unwahrschein-lich, daß mehrere es begucm fanden,einen von ihnen für richtig anerkann-ten Bericht, den einer oder der an-dre der Milpilger aufgesetzt hatte fürseine Freunde im Vaterlands, sichanzucigncn, und ihn dann unter ih-ren Namen, mit einigen Aenderun-