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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
Entstehung
Seite
225
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Neuntes Kapitel.

ÄÜelche gegenseitige Eifersucht und selbstsüchtige Gesinnung A kkr.unter den Kreuzesfürstcn in Syrien herrschten, ward derKönig Ludwig von Frankreich sehr bald gewahr. Der FürstRaimund von Antiochien, empfing ihn, als er die EranzeFor-rnaeseines Fürstenthums betrat, mit großen Ehrenbezeugungen,indem er selbst mit der Geistlichkeit und den weltlichen Ba-ronen seines Landes ihm entgegcnzog, und sorgte in Antio-chien sowohl für die Erquickung als Erheiterung des Königsund seines ganzen Gefolges mit Eifer und Freygcbigkeit;jeder empfing alles, dessen er bedurfte, reichlich, und Festefolgten auf Feste. Aber diese Gefälligkeit und Freundlichkeitdes Fürsten Raimund floß nicht aus wahrer christlicherThcilnahme an den harten Leiden der französischen Pilger,sondern aus derselben eigennützigen Absicht, in welcher erden König schon vor dessen Auszuge aus Frankreich, sobalder vernommen, daß von demselben die Gottesfahrt gelobtworden, mit einer Gesandtschaft und köstlichen Geschenkengeehrt hatte. Er wollte den König Ludwig und dessen Ba-rone durch seine Gefälligkeit und Freundlichkeit zu destogrößerer Dankbarkeit gegen sich verpflichten, je willkommnerihnen nach so schmerzlichen Entbehrungen und so großemUngemach die Ergötzlichkeitcn des üppigen antiochischen Ho-fes waren ; und hoffte dann ohne Mühe den französischenui, Bank, P