270 Geschichte der Kreuzzüge. Buch III. K a p. XIII.
Dreyzehntes Kapitel«
^ie von dem heil. Bernhard gepredigte und mit so grossenAnstrengungen begonnene Wallfahrt hatte also keine andreFolgen, als allgemeine Bctrübniß in allen Ländern derkatholischen Kirche, — denn wenige Familien waren nichtdadurch in Trauer versetzt worden — und allgemeinenWiderwillen gegen solche Unternehmungen, an denen Gott,wie alle jetzt zu erkennen glaubten, kein Wohlgefallen habe.Selbst der allgemeine Friede in der abendländischen Christen-heit, welcher die erste und allerdings erfreuliche Wirkung desallgemeinen Eifers für das heilige Grab gewesen, war sehrbald gestört worden, und mitten unter der allgemeinenTrauer über den Untergang der herrlichen Heere wüthctenwiederum die Fehden wie zuvor Gegen den Abt Bern-hard aber wurde überall im Abendlande ein grosses Geschreyerhoben, weil er mit so großer Sicherheit den Beystand Got-tes und herrliche Früchte von dieser Heerfahrt verheißenhatte. Diele seiner Zeitgenossen vcrläumdeten ihn als einen
,) „Igitur, berichtet Otto vonFreysingen (Se xest. LriS. Lid. I.e. 42), non LOlnin ex Lonneno im-xerio, 5ed etiLni ex vioini» I'egnis,i. e. Oeeiäentsli di-iindt, ^ngtia,
vexente 5 ic rotng xcne Oooiäens«üuit, nt non »oinoi deU» movere.
sect et zn:i>i gneuiyiam. in xndliooxortare irekas daderetnr." Also tvaves im Anfänge der Heerfahrt. Alsaber der Herzog Friedrich nachSchwaben zurückkam, fand er Land-friedenobrecher genug zu bestrafen.S. id. c. Lg. oben Kap. X. Anm.lieber gleichen Ungestüm in Frank-reich in dieser Zeit klagt der heiligeBernhard Lx. 557.