über die Judenverfolgung ,'m I: 1146. 7
in seinem Herzen: cs ist Zeit zu handeln nnd zu reden widerdas Volk, welches nicht Witwe ist ^), eS zu verderben,erwürgen und vertilgen. Er zog immer herum und schrieim Namen seines GotteS, man solle nach Jerusalem ziehen,und überall, wohin er kam, verführte er die Hunde, indemer sprach: Rächt unfern Gott an seinen Feinden, welchehier bcy unS sind, und dann wollen wir auszichen. Alsdieses die Juden vernahmen, da ward ihr Herz zaghaft,Zittern ergriff sie nnd Angst, wie eine Gebärende ^), esblieb kein Muth in ihnen vor dem Grimm des Wüterichs,welcher entschlossen war, sic zu verderben. Da riefen siealso zu Gott: O Herr, siehe, noch sind nicht fünfzig Jahre,so viel als ein Jubeljahr auSmacht, verflossen, seitdem unserBlut vergossen worden wie Wasser, zur Heiligung deinesgroßen, starken und furchtbaren NamcnS, an dem Tage desgroßen -WücgenS ^). Willst denn du, 0 Herr, unS ewigverstoßen? Und was willst du rhun um deines großen Na-mens willen? Soll Ein Mal über das andere Mal Trübsalsich erheben? Da hörte der Herr ihr Seufzen, gedachte sei-nes Bundes, wendete sich zu ihnen nnd erbarmte sich ihrernach seiner großen Barmherzigkeit. Er sandte nach jenemBelial den Abt Samt Bernhard auS Clairvaux, einer Stadtin Frankreich. Dieser predigte nach ihrer Weise und sprach:Kommt, laßt unS ziehen gen Zion zum Grabe unserS Mes-sias aber hütet euch, daß ihr mit den Juden nicht an-ders denn freundlich redet"); wer sic antastct, daS ist eben
5) Genommen auS Jer. Sr, 2-
Sr) Pp 48, 7.
si) D. i. der Judenverfolgung im2. royS. S. Th. I. S. 07-7) Rabbi Joseph hütet sich übrigenstrohl, obschott er die Worte des heil.
Bernhard direct anfl'hrt, zu sagen: un-scrs Messias ; er lässt sich
lieber ciuc grammatische Unrichtigkeitzu Schulden kommen und schreibt:„ihres Messias"
6 ) Genommen aus iV. Mos. zr»2y>