2Z4 Geschichte der Kreuzzüge. Buch Hl. Kap. lx.
heit, Gottlosigkeit und mancherlei) Verbrechen der göttlichenGnade sich unwürdig gemacht hatten! Den frommen undredlichen Christen war außerdem die prunkende Prachtlicbeund eitle Ucppigkcit, welchen die Könige und Fürsten trotzder Leiden ihres Volks fröhnten, ärgerlich. Selbst, als dieKönige Conrad und Ludwig zum ersten Male im heiligenLande zusammenrrafen, wetteiferten sie mir einander ui eit-ler Pracht, anstatt in Demuth Gott für ihre Rettung ausso großen Leide» und Gefahren zu danken und seine Hülfefür ihre fernem Unternehmungen anzufiehen "). Denn am'-4>2lm. St. Johannistag, als Conrad zu Pcolemais erfuhr, daß derKönig von Frankreich von Antiochien nach Tyrus gekommenwäre, und dort zu verweilen gedachte, so lud er ihn zugemeinschaftlicher Berathung wegen der Angelegenheiten desheiligen Landes, worauf sie eine glänzende Zusammenkunfthielten zwischen Tyrus und Ptolcmais, an ernem angeneh-men mit Palmbäumen bcwachsncn Orte. Auch der KönigLudwig gab sich zu Tyrus viele Mühe, die Pilger, welchedort anlandeten oder von ihrer Wallfahrt zurückkamen, umsich wieder einzuschiffcn, zur Theilnahme an der Heerfahrtwider die Heiden zu bewegen. Aber die meisten der streit-baren Männer, welche sich entschlossen, Theil an diesemKampfe zu nehmen, wurden dazu viel weniger durch Eiterfür den Ruhm lind die Ehre deS ChristenthumS vermocht,als durch den verheißenen reichlichen Sold.
Als auch der König von Frankreich seinen fcyerlichen
L!>.) „Aon. tsuien. ex tor eil t. 2 iirisLttririourdus l3«uris inler eos reAL-lis äecocrus eonczuieverut. leisteliuenr er xrovcuninr et eveiunmtzuolzire DäuiLseeiiL Lorüla äue-
sich darüber selbst der Vischoff Ortovon Frep singen, des KönigsConrad Bruder, aus.