Die Wallfahrer in Syrien.
Aber auf dem Wege von Ptolemais nach Jerusalem starbGraf Alfons zu Cäsarea durch Gift, und viele vennutheten,was spater sich zu bestätigen schien, daß dieser Meuchelmordvon dem Grafen von Tripolis und der Königin Meinendeangcstiftec worden, weil sic besorgten, daß Alfons sein Rechtauf die Stadt Tripolis und noch andere oftmals bestrittene-Ansprüche seines Vaters wieder geltend zu machen suchenmöchte
Es kamen nach und nach sehr viele Pilger, welche dieMcerfahrt dem Wege zu Lande vorgezogcn, und zum Thcilauf ihrer Fahrt mit rühmlichen Thaten die Stadt Lissabonin Portugal der Gewalt der Saracencn zu entreißen geholfenhatten, in den Häfen von Tyrus, Sarepta, Sldon undPtolemais an, und beeilten sich früh genug, Jerusalem zuerreichen, um am Palmsonntage in die heilige Stadt einzusziehen, und sich dabcy des demüthigen Einzuges des SohnesGottes andachtsvoll zu erinnern, den Leidenetag und das
,,vir 8 N 1 S ogrogius titukls, seü pnt-tris pia okarlor memoria;" auchdie Christen in Jerusalem batten seineAnkunft nur deswegen mit Sehnsuchterwartet/ weil sie gehofft, „ guoclHistum et kckix omew xatri» aä-vcuicns Itcguo esset iklaturus."(S. die folgende Anmerkung.)
13 ) Sehr vorsichtig berichtet Wil-helm von Tyrus von dieser Mordthat:
auctore l.rnti seekeris inacrto, vi-ram si/,ivi>." Nach einer Sage klagtWilhelm von Rang iS, zwarerst ein Schriftsteller des drcyzchntcnJahrhunderts (»a ». n43) > dir Kö-
nigin Melifende als die angeblicheAnstiftcrin dieser Mordthat an: „Illk-üetonsws, 6omes 3. ^.egiäri, irrmagno riavaki exeroitn l?L-
kerosolz-mornm, male xotiouatusa->nN tlaesaream k-alaestinso irrbenimoritur." ES ist aber, da hernachder Graf Raimund von Tripolis sichmit der Königin Melifende zur Ver-folgung und selbst zur Ucberliefcrungdes Sohnü von Alfons zur Gefan-genschaft an die Türken vereinigte,nicht unwahrscheinlich, dag auch ecnicht ohne Anthcil an der Vergif-tung war. S. unten B. kV. Kap. r.
2- Che.
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