Die Wallfahrer in Syrien.
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dem Grabe des Heilandes, welche allen Gründen nicht we-niger denn allen Lockungen mit siegreicher Kraft widerstand.
Der leidenschaftliche Fürst Raimund, als er seine Hoff-nung getauscht sah, ergrimmte um desto heftiger, je unfehl-barer sie ihm vorhin geschienen, rüstete sich wider den KönigLudwig als seinen Feind, fest entschlossen, ihm alles mög-liche Herzeleid zuzufügen '), und der Leichtsinn der KöniginElcenora und ihr eheliches Verhältniß mit ihrem Gemahlgaben ihm eine leichte Gelegenheit, den König Ludwig aufdas schmerzlichste zu kränken. Denn die leichtfertige Königinwar mit der frommen Strenge und Keuschheit ihres Gemahlsso unzufrieden ^), daß sie, wie viele behaupteten, schondamals nach der Ehe mit dem schönen, liebenswürdigen undsinnlichen Herzog Heinrich von der Normandie trachtete *);und lästig war ihr außerdem des Königs ängstliche Eifersucht,welche allein die Ursache davon war, daß er sie gezwungenhatte, das Kreuz zu nehmen und die Gefahren und schwerenMühseligkeiten der Pilgerfahrt mit ihm zu Heilen °). DieEifersucht des Königs war während des Aufenthaltes inAntiochien durch die übertriebene Gefallsucht, welcher dieKönigin sich ohne Zurückhaltung überließ, und durch ihreunvorsichtige, sehr verdächtige Vertraulichkeit mit verschie-denen Rittern von neuem auf das heftigste entflammt wor-
I) „IVIutLw LNitlio IVeZis vias aDo-miiiari er ei xraestiuore xritonleriiiLiäiss er in eins iLesioireinrrrniLri ooexit." 'Willi. 1 ^ r.
XVI. 27.
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6 ) S. Kap. V. Anm. 22»
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I. CSt.» 48 .