3. §k»-.ii «j.
rrü Geschichte der Kreuzzüge. Buch III. Kap. IX,
König zu vermöge»/ daß er, bevor er nach Jerusalem zöge/ihm hölft/ durch die Eroberung von Haleb/ Casarea undeinigen andern benachbarten Städten sein Fürstenthum zuerweitern. Dieser Hoffnung überließ sich der eitle und Hefttige Fürst Raimund mit desto größerer Sicherheit/ als erauch auf die Fürsprache der Königin Eleenora rechnete; dennsie war seine Nichte/ des Grafen Wilhelm von Poitou/seines Bruders / älteste Tochter. Darum ließ er es an nichtsmangeln/ was der sinnlichen und gefallsüchtigen Königinund den sie begleitenden Frauen den Aufenthalt in Antiochienangenehm machen konnte/ und cs gelang ihm damit so wohl/daß Frau Eleenora ihrem Gemahl anlag/ noch länger inAntiochien zu bleiben und den Plan ihres Oheims/ so vielsie vermochte/ beförderte/ um ihren Aufenthalt in dem an-genehmen und lebhaften Antiochien zu verlängern '). Allein/wiewohl zuerst Fürst Raimund in vertrautem Gespräche denKönig von der Wichtigkeit und Leichtigkeit dieser Unterneh-mung zu überzeugen suchte/ hernach alle seine Gründe ineiner feyerlichen Versammlung / welcher außer dem KönigeLudwig alle sowohl französischen als antiochischen Baronebeywohnten/ mit der großen ihm zu Gebote stehenden Ge-walt der Beredsamkeit 2) wiederholte/ so vermochte er dochnichts über die fromme Sehnsucht des Königs Ludwig nach
i) ,, Vum ^ntiodürre Rex inora-rotur aä uaulragl exerenus relt-«zuias consoIauäLs, lovenäas erlepLrsnäas, ^.lieuorclis Regina uxorezns, Irauäe xatrui sui, krineiiüs
^nrioelnae» üeeexta (was nur vonlistigen Zuredungen zu verstehen ist),reiiranere voluit (vorläufig nuk/ da-mit der König die Wünsche ihresOheims erfülle); sxeralkLr euiur
Rrinoe^s in mora Regis Iran-er ae üo lurcis iiü xroxüiiHriis vi-croriam oluluere." Olirou. Ou.1I.äe X a n g 1 s 1. e.
2 ) 111i. x r. XVI. 27 . „Urse
rui iisl»üuc1ine vonuälam I^rineis'isexiniil irraereutleuL elegLutlam."lä. XIV. 2i.