22.r Geschichte der Kreuz züge. Duchllk. Kap. VIll.
2. Mr. diq zu bewirthen, weil er wüßte, wie lange sie Hunger und
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Entbehrung erduldet. Die Fürsten aber, in der Desorgniß,es möchte unter dieser Einladung der böse und tückische An-schlag verborgen seyn, sie in den Engpaß der Höhle Rovbzu locken und dort zu vertilgen, wählten den läugern undbeschwerlichem Weg über das Gebirge, obwohl niemand imHeere diesen Weg kannte. Damals soll aber wieder eingöttliches Wunder der Unkunde der Christen geholfen haben.Denn es erschien ein geharnischter Mann auf einem weißenRosse, ein rothes Panier führend und mit einem Kleide,dessen Acrmel nur bis zum Ellbogen reichten, angechan,welcher immer vor ihnen Herzog, und nicht nur die bestenStraßen und Richtwege, sondern auch die bequemsten La-gerstätten und die Plätze, wo trinkbares Wasser zu finden,zeigte, also daß sie auf diesem längcrn Wege schon in dreyTagen nach Gadara, einer Stadt der Landschaft Dekapolis,kamen, da sie vorher auf dem kürzer» Wege von Bosranach der Höhle Roob fünf Tage verwandt. Viele christlicheMänner bezeugten mit eignen Augen gesehen zu ha-ben, wie jener geharnischte Mann Abends, wenn dasLager von dem Heere bereitet wurde, verschwand, undMorgens, wenn die Scharen sich erhoben, wieder erschien.Also glaubten die Christen in Syrien sich noch durch GottesGnade vorzüglich begünstigt zu der Zeit, da sie derselbenganz unwürdig waren. Noch bcy Gadara, wo das heid-nische und christliche Land zusammengränzte, stürmten dieUngläubigen mit großer Gewalt wider die hintersten Scha-
Zi) Dem Erzdischoss Wilhelm vonTyruS (XVI. iz.) wurde dieses Wun-der noch von melirern derer crzubl»welche selbst eS gesehen: „r-scrrurc
arirem rinanrmrrer, qrridns illiuslaoli aiUrrro I-Iouror ramularur me-moria" clc.