rro Geschichte dev Kreuzzüge. Buch III. Kap. VIII.
I. Ck,r. Jedoch bald wurde wiederum die Noch der Christen sogroß, als zuvor, so daß die Fürsten, in der Pesorgniß, dasVolk werde nicht länger anedauern können, beschlossen,einen Botschafter an den Reichsverweser Anar zu senden,Mit demürhiger Bitte um Frieden und ungefährdeten Rück-zug. Dazu wurde, weil sonst niemand im Heere der arabi-schen Sprache kundig war, ein Ritter ausersehen, welcherim Verdacht stand, einst bcy einer ihm übertragenen Bot-schaft seine christlichen Brüder an die Heiden verrathen zuHaben, was Gelegenheit gab zu einem wunderbaren göttli-chen Strafgerichte, welches alle Christen erschütterte. DerRitter, als ihm diese Botschaft nicht ohne Zeichen des Miß-trauens in seine Treue übertragen wurde, vermaß sich hochund theuer, daß unverdient ein so schlimmer Argwohn aufihm laste, und rief selbst, wie viele versicherten, Gott an,baß ihn, noch ehe er die Botschaft an Anar ausgerichtet,ein feindliches Geschoß treffen möchte, falls er dennoch einessolchen Verbrechens schuldig wäre. Kaum hatte er seineSchar verlassen, um sich zu Anar zu begeben, so tödtete ihnein türkischer Pfeil.
Einmal wurde das christliche Heer aus großer Gefahrund Noch durch die Kühnheit und glückliche Verwegenheiteines saracenischen Mannes im Gefolge des Tuntasch erret-tet. Als an einem engen Orte die Christen von arabischenReutern, welche, von vier tapfcrn Söhnen eines vornehmenarabischen Fürsten ") geführt, ihnen beständig zur Seitewaren, besonders hart bedrängt wurden, da trieb jener sa-racenrsche Mann sein Roß muthig an, rannte mir vorge-
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