21 5 Geschichte der Äreuzzüge. Buch III. K a p. VIII.
gcnden Tags» stiegen ihre Mühseligkeiten nock höher, indemdie Zahl der Feinde beständig sich eben so sehr vermehrte,als die Zahl der Christen sich minderte, indem nicht nur vielevon den Geschossen Ser Heiden fielen oder unter dem Hungerund den Beschwer,ich,kcircn erlagen, sondern viele aus Muth-losigkeit ihre Scharen verließen, sich bcy dem Gepäck unterden Pkerden und andern Lasichieren verbargen, oder durchheimliches Ausreißen Vas Sichere zu gewinnen suchten. Endslick am Abende des vierten Tages erblickten sic die StadtBossa.
Aber auch dann war das Ende ihrer Leiden noch nichtgekommen, vielmehr warteten ihrer noch größere. Alle harr-ten mit Sehnsucht des kommenvcu Tages, an welchem siehofften in Bosra einzuziehen und Ruhe und Erquickung znfinden; mit dieser Hoffnung trösteten sie sich in der Unruheund Sorge der Nacht, als die Heiden immerwährend umDas Lager tosten und mit Uebcrfall drohten. Plötzlich aberwandelte sich diese tröstende Hoffnung in die bitterste Ver-zweiflung, als ein Bote aus Bosra, welcher sich durch diefeindlichen Scharen geschlichen, die schreckliche Kunde brach-te, daß das Weib des Tuntasch schon den Damascenern so-wohl die Stadt als die Veste geöffnet habe; also daß lautesWehklagen i» dem christlichen Lager erhoben wurde, undmehre Barone heimlich dem Könige riechen, das Roß desRitters Johann Goman, welches für das schnellste im ganzenHeere galt, unverwcilt zu besteigen und in der Dunkelheitder Nacht mit dem heiligen Kreuze zu entfliehen. Dennniemand glaubte mehr, dem Tode oder schmählicher Knecht-schaft entgehen zu können. Der jugendliche König aber vcr-
«rxelusor. aä. nrsiuL cowxelledLnb S1- kriisN'L Llirunrs iLdoradLNs."
»Ir äuw. Iri krurienäis Wild. ^ /r.