2!4 Geschichte der Kreuzzüge. Buch III. Kap. VIII.
Z. Cl,e.1147.
welche rierhen, durch Ruhe und Schlaf die vom Marsch er-müdeten Kräfte zuvor zu stärken und den Kampf bis zumandern Morgen zu verschieben, dann aber mir Gewalt denWeg nach Bosra zu erzwingen. Die Heiden gönnten ihnenaber kerne Ruhe in der Nacht, sondern hielten sie in steterUnruhe und Besorgniß, daS christliche Lager mit Geschreyund Getöse umschwärmend und mit Angriff und Uebcrfalldrohend. Sobald es tagte, setzten sich dl? christlichen Strei-ter wohlgcschart in Bewegung, zwar unter banger Ahnungschwerer und mühvoller Tage, aber doch nicht so großeMühseligkeiten fürchtend, als ihrer warteten. Sie konntennur mit dem Schwerte den Weg durch die andrängendcntürkische» Scharen sich öffnen und den Widerstand der Hei-den dadurch brechen, daß sie in fest geschlossenen Scharenzogen, und keiner die ihm angewiesene Stelle verließ; wasso wie das beständige Kämpfen in der Hitze dieser Tage umdesto beschwerlicher war, da sie in diesem Lande nicht einmaltrinkbares Wasser fanden. Denn diese Gegend, im Alter-thum Trachonitis genannt, hat keine Wasserguellcir undüberhaupt sonst kein Wasser, als welches während des Win-ters in Gruben gesammelt wird, und das Wasser in diesenGruden war durch todte Heuschrecken, welche nicht langevorher, als ein schrecklich verheerender Hcnschreckenzug überdas Land kam, darein gefallen, nicht nur verunreinigt, son-dern selbst untrinkbar gemacht worden. Zu großem Tröstewaren dem armen Fußvolke in dieser schrecklichen Noch undBeschwerlichkeit die Ritter, indem sie von ihren Rossen stiegen,um die Fußknechte zu beschirmen und zu vertheidigen, unddie ganz ermüdeten selbst auf ihren Rücken auSchen gefährli-chen Orten hinwcgtrugen "). Es wurden ohne Unterlaß so
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