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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
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ror Geschichte b cr Kt tIIzzüg c. B u ch in. K a p. vm.

fahr Graf Raimund der erste, war mehr bemüht, seineHerrschaft und Besitzungen zu erweitern, als die gemeintfchafrlichcn Unternehmungen der Pilgcrfürsten zu befördern.Auch der Graf Joscelin bestrebte sich nicht durch Elfer fürdaS heilige Grab und durch Tapferkeit und Frömmigkeitseine Fahrlässigkeit und seinen Leichtsinn, wodurch die Graf-schaft Edessa, das Bollwerk der christlichen Herrschaft imMorgcnlande, verlorcngegangen war, gut zu machen.

Ucbcrhaupr waren die lateinischen Christen, welche imgelobten Lande sich niedergelassen hatten, sehr entartet vonder Tapferkeit und Frömmigkeit ihrer Vorfahren. Sie warennach und nach heimisch geworden in diesem entfernten Lande;langer Aufenthalt, Verwandtschaften und Familicnverbin-düngen knüpften schon manchen Wallbrndcr fester an diesLand, und ein freundliches Verhältnis hatte allmalig selbstzwischen den syrischen und lateinischen Christen sich gebildet.Denn mancher französische, deutsche oder englische Pilgerlebte in der Ehe mir einem armenischen oder syrischen Weibe,mancher selbst mit einem muselmännischen, welches zumchristlichen Glauben sich gewendet; und wem cs im gelobtenLande wohl ging, der beredete auch seine heimgebltebenenVerwandten, ihm nachznfolgen; also sammelte sich zu einemsolchen nicht selten seine ganze Sippschaft. Auch die Sprachetrennte nicht mehr so stark als ehemals die katholischen Chri-sten von den syrischen; denn den letzter» war besonders diefranzösische Sprache, welche von den meisten Wallfahrern,so nach dem heiligen Lande kamen ^), geredet wurde, so

6) Nicht bloß von den französischen/sondern auch von englischen unddeutschen. S. oben die Stelle ans

den MonoctMs LeS Abt Euibert,Lesch. der Kreuz;. B. NI. Kap. II.Amn. iy S. P.