avo Geschichte der Areuzzüge. Buch III. Kap-VIII.
Nureddins zu thun wagte, beständig mit ihm im BündnisseWider die Christen stand, und selbst dadurch, daß Nuceddineine seiner Töchter zur Gemahlin genommen, ihm nur nochdienstbarer geworden war. Nurcddin herrschte in seinemReiche mit unbeschrankter Gewalt, wiewohl er noch immersich begnügte mir dem bescheidnen Namen eines Athabek oderRcrchSverwcsers für den weichlichen und trägen Prinzen desGeschlechtes der Seldschuken, welchem das FürstenthumMosul zum Erbtheil gegeben worden. Daß Nureddinseinem Bruder Sattcddin nach einem heftigen Erb-folgekriege wieder durch Vertrag die Stadt Mosul undden größten Thcil des Landes jcnseir des Euphrats, je-doch in großer Abhänuigkeit, überließ, und seinen Sitz inHaleb nahm , ängstigte die Fürsten des Kreuzes und ließsie furchtbare Plane gegen ihre Herrschaft ahnen. Und wiedurften die Christen des gelobten Landes hoffen, ihm wider-stehen zu können? Seine Horden waren durch beständigeKriege geübt und durch Gewohnheit des Sieges kühn undmuthig, des Kampfes wider die Kreuzritter gewohnt undkuodig der Weise sic zu besiegen; ihnen erschienen die gehar-nischten und gepanzerten Ritter mir ihren großen Schlacht-schwerren und ihrer Ungeheuern Körperkrafc nicht mehr sofurchtbar und unüberwindlich, als den Muselmännern,welche zuerst wider sie gekämpft hatten.
So fest vereinigt die Macht Nurcddins war, so abge-spannt war damals die Verbindung der christlichen Fürsten-thümer in Syrien. Die kurzsichtige Selbstsucht, welche frü-herhin die muselmännischen Fürsten zu großer Förderungaller Unternehmungen der Wallfahrer beherrscht, war zu
A) LI>ir sl ^.lkir (Nor. er Lxir ) S. ZZÜ.