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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
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196
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» Geschichte der Kreuzzüge. Buch Hl. Kap. VI7.

2 Tbr, Die argwöhnischen und niedrigen Gemächer der Griechenkonnten von den redlichen Absichten der Kreuzfahrer und derErnstlichkeit ihres Gelübdes sich nicht überzeugen, sondernhielten immer den Argwohn fest, daß der abendländischenRitterschaft das Gelübde der Wallfahrt zum heiligen Grabenur als Vorwand diene für Absichten auf gleiche Zerstörung jdes östlichen römischen Reichs, als einst durch ihre Vorfah-ren das westliche Reich erlitten. Denn die christliche Begei-sterung für den Heiland und die Ehre des christlichen Na-mens, welche wenigstens den größten Theil der bewaffnetenPilger erfüllte, war dem schwelgerischen, üppigen Hofe unddem versunkenen, sittenlosen Volte der Griechen unbegreiflich;daher erschienen ihnen der Uebermuth einzelner Ritter, dieEroberungssucht eines einzelnen Pilgerfürstcn, wie des Für-sten Bocmund, die Raublust des niedrigen und armen Volksals die sichersten Beweise boshafter Absichten der ganzenPilgerhcere gegen das römische Reich, und die stattlichen, 'für Gott und den Heiland begeisterten Heere der Kreuzbrüdererschienen ihnen nicht besser, als die raubsüchtigcn wildenScharen in den nicht vergessenen Zeiten der Völkerwande-rung. Aber eben durch diese Aengstlichkeit wurde Byzanzwirklich bey dem Anzuge jedes Pilgerhcers in die Gefahr ge-bracht, vor welcher die Griechen sich fürchteten, und welche iohne ihre Furcht vielleicht gar nicht vorhanden gewesen ^wäre. Die Arglist und Tücke des griechischen Hofes undVolkes, ihre ängstliche Ausspähung der Zahl und Rüstung ^der Pilgerhcere, die furchtsame Nachforschung nach demBetragen und den Gesinnungen selbst einzelner Wallfahrer, ^dabcy die niedrige Schmeichelei) der Griechen, wo sic zu !

schwach waren zur offenen Feindschaft, und ihr Hochmuth '

und Stolz gegen die Kreuzbrüder, wo sie sich überlegen