Die Pilgeehcere in Kleinasken. »y;
Türken *6), sondern zum Thcil auch den tückischen und treus I.sstzr.losen Griechen zur Beute. Die wenigen Wallfahrer, welchedem Schwerte der Türken und dem Hungertods entgangenwaren, kamen entweder arm, dürftig und kraftlos an dasZiel ihrer Pilgerfahrt, oder kehrten berzweiflungsvoll in ihreHeimath zurück, ohne ihr Gelübde vollbracht zu haben.
zS) „Die Länder der Türken, sagtÄbulfaradsch (S»r. Chron. S.3Z4), n'nrdcn so angefüllt von derBeate der Franken, das, man zuMelircne das Silber centncrweisewie das Blei) verkaufte." Der mu-selmännische Geschichtschreiber AbuIala wie cs scheint,
ein Zeitgenosse dieser Begebenheiten,erzählt in Kurzem ziemlich getreulichdie Ereignisse in Klcinasien also:Im Jahre 542 kam aus Eonstanti-nopel und den Ländern der Frankenund Römer und den benachbartenGegenden die Kunde, daß die Königeder Franken, unter ihnen der Ale-manne und AlphonS, (welcher aber erstspäter kam, s. daS folg. Kap.) aus ihrenLändern ausgczogen, und mit ihneneine unzählbare Menge ihrer Fürsten,um in die Länder des Islam einzudrin-gcn. Nachdem sie ihr Land und ihreBurgen durchzogen, trachteten siemit Begier und Eilfertigkeit dahin.Sie hatten ihre Länder ganz leer ge-lassen, und ihre Provinzen warenvdc und verlassen von Wächtern undDerrhcidigcrn; auch harten sie eineunschätzbare Menge von Schätzen,Dvrrüihen und Nüsiungen mit sichgenommen. Man behauptete, ihreZahl beliefe sich auf lause,idmattau-send; andre aber behaupt««», es
wären ihrer noch mehre. Sie be-zwangen das Land von Eonstantino-pel, und der König des Landes sah»sich genöthigt, Schlimmes und Gu-tes sich von ihnen gefallen zu lassenund ganz nach ihrem Willen zu thun.Alö aber solche Kunde von ihnen sichverbreitete und ihr Beginnen rucht-bar wurde, da begannen die Befehls-haber der Eränzprvvinzen des Islamsich zu rüsten, um ihnen zu wider-stehen, und sammelten ihre Scharen,um sic zu bekämpfen Sie lagertensich an den Wegen und Straßen»welche die Franken zu durchziehenhatten, um ihnen daS Eindringen indie Länder des Islam zu wehren,und beunruhigten sie durch beständi-ge Angriffe und lieberfälle, so dagihrer eine große Menge erschlagenwurde. Noch verderblicher aber warfür sie der Mangel an Nahrung»Unterhalt und Futter für Ihre Last-thicre, und die Theurung dessen, waSsie noch fanden, so daß viele vonihnen durch Hunger und Krankhei-ten umkamen. Bis zum Ende desJahres Lgs liefen unaufüörlich Nach-richten ei» von dem Verderben derFranken und dem Untergänge ihrerScharen." Diesen Bericht des AbuIala hat Abu Sch am ah in sei-ner Geschichte des Nureddin mitg«theilt.
M 2