Die Pilgerhcere in Kleinasien. 191
Barone die von den Griechen gelieferten Schiffe, und kamenzwar nicht ohne Gefährlichkeit, doch ohne Schaden nachAntiochien.
Die tückischen Griechen hielten jenen mit dem KönigeLudwig geschlossenen Vertrag nicht besser, als alle vorhergeschlossene Verträge, und theilten sogar, wie von den Pil-gern berichtet wurde, das von dem Könige empfangene Geldmit den Türken Vergeblich warteten die Wallbrüderauf die griechischen Truppen, welche sie geleiten und widerdie Türken beschirmen sollten, der Graf von Flandern undHerr Erchembald von Bourbon mußten selbst die Heiden ab-wehren, welche nach der Abfahrt des Königs und der an-dern Barone herbeyeilten, wie zu leichter und sicherer Beute;und als die Wallbrüdcr auf die Erfüllung des Vertragesdrangen, schützten die betrügerischen Griechen die Unsicher-heit der Straßen durch die herumschwärmendcn Türken unddie schlimme Witterung vor, als wodurch es unmöglichgemacht werde, die Fahrt nach Tarsus so bald anzntrctcn,als die Hastigkeit der Wallbrüder es wollte. Noch schlimmerwurde die Lage dieser armen zurückgebliebenen Pilger, alsder Graf von Flandern und Erchcmbald von Bourbon, imVerdruß, daß es ihnen unmöglich war, die Bosheit undUntreue der Griechen zu rächen, sie verließen und dem Königezu Schiffe nachfolgtcn. Denn alsdann legten die Griechenalle Scheu ab, ihr Verkehr mit den Türken geschah ohneHehl, und selbst innerhalb der Stadt wurden Pilger vonden Pfeilen der Türken verwundet und getödtet. Es wur-den den armen Wallbrüdern keine andre Wohnungen ver-stattet, als enge finstre Gebäude, wo Kranke und Gesunde
I. ehe.
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