i88 Geschichte der Kreuzzüge. Buch III. Kap. VII.
I-^r. ^wahrten. Dm» die Pferde, wovon sic bis dahin sich ge-nährt hatten, waren fast bis auf die nothwendigsten undunentbehrlichsten Schlachtrosse des Königs und der Fürstenaufgezehrt, und auch die Witterung, deren Heiterkeit undWärme bis dahin den Pilgern die Ertragung ihres Unge-machs sehr erleichtert hatte, verschlimmerte sich, und hefti-ger Regen und Schnee fielen unter furchtbaren Gewitternherab. Viele Pilger gaben das letzte, was sie besaßen,manche ihre Waffen oder ein Pferd ober Maulthier, welchesihnen noch geblieben war, den Griechen für kärgliche undschlechte Speise hin, um nur ihr Leben zu fristen. Nochschwerer war es, Futter für die Pferde zu erhalten, nur inder Ferne waren Weiden zu finden, und dort mußten dieRitter ihre Rosse gegen die das Land beständig durchschwarsmenben Türken mit gcwaffnctcr Hand mühsam bewachenund schirmen. Also feyerten die Wallbrüder unter mancher-ley Bekümmernissen und Ungemach zu Attalia das Fest der
-,F-br. Reinigung Mariä.
Den Kriechen wurde jedoch der Aufenthalt des Pilger-Heeres in Attalia lästig, also daß sie dem Könige und denfranzösischen Baronen Schiffe anbotcn, womit sie verspra-chen , sie und ihr Volk in brey Tagen von Hafen zu Hafenund über reiche Städte, wo cs ihnen an keiner Nothdurftund Bequemlichkeit fehlen werde, nach Antiochien zu brin-gen. Auch der König wünschte zwar bald nach Antiochienzu kommen, weil er sah, daß längere Ruhe bcy Attalia kei-nen Vortheil gewähre, sondern nur dazu diene, das Heer
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