Die Pilgerhcere in Kleinasien. 187
Zelte, Kleider und andres Heergeräth, wenn die Rosse fielen, I. Chr.welche sic getragen, wurden von den Pilgern verbrannt, da-mit sie nicht den Heiden zur Deute würden; also daß alle csbereuten, nicht den Weg über Jconium gewählt zu haben,wo sie doch nur wider die offene Gewalt der Türken undnicht zugleich wider die Tücke der Griechen, welche, umnur ihre Mitchristen zu verderben, ihr eignes Land zu zer-stören sich nicht scheuten, zu kämpfen gehabt hätten
Die Wallbrüder kamen am fünfzehnten Tage seit ihremAuszuge aus dem Thale bcy Ephesus nach Attalia; aberauch dort war noch nicht das Ende ihrer Leiden. Ein Ge-sandter des Kaisers Manuel, welcher zu Attalia bey demKönige Ludwig sich meldete, brachte zwar die gewöhnlichenAufträge der kaiserlichen Botschafter, freundliche Vorwürfeund mit Drohungen vermischte Verheißungen, aber schonhielten die Griechen die Wallfahrer für so wenig furchtbar,daß sie ihre Verbindung Mit den Türken nicht mehr verhehl-ten und jener kaiserliche Botschafter selbst gestand, seineReise nach Attalia in eben dem türkischen Heere gemacht zuhaben, wider welches die Pilger so viele blutige Kampfebestanden hatten. Der König Ludwig und seine Barone,selbst es fühlend, wie sehr sie in der Gewalt der Griechenwären, und wie cs ihnen ganz unmöglich wäre, ohne dieUnterstützung der Griechen ihren Weg fortzusetzen, wagtenes nicht, den Grimm wider die Griechen, welcher in ihrenGemüthern tobte, zu äußern, und waren froh, als ihnendie Griechen Speise, wenn auch für übertriebenen Preis
49) lä. S. 69 —7r. ^Villi.
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