Die Pilgerheere in Klelnasien. rzi
Pilger^), „nd vernahmen bald mit Gewißheit, daß dieGriechen, mit den Türken vereinigt, beschlossen hatten, inden Engpässen dieses Gcbirgs sie zu vertilgen. So sehr derKönig Ludwig bey solcher Gefahr allen Anführern der Scha-ren die strengste Vorsicht und die genaueste Befolgung allervon ihm und dem Kriegsrath getroffenen Anordnungen em-pfahl, so brachte gleichwohl die Unbesonnenheit und unge-stüme Hastigkeit zweycr Barone über das Heer großen Ver-lust. Die Pilger kamen zu einem hohen, steilen und felsigenBerge, welcher über einem tiefen Thalabgrund ragte, indessen Tiefe der Fluß LycuS brauste. Weil die Griechen undTürken den Abhang deS jenseitigen, durch den Abgrund ge-trennten, Berges mit großer Macht besetzt hielten, so hatteder König beschlossen, nicht eher denn am Morgen deS an-dern TagcS daS Heer über jenen Berg zu führen, welcherselbst auch ohne Angriffe der Feinde von einem zahlreichen,mit vielem Gcpäcke belasteten Heere nicht ohne Gefahr über-stiegen werden konnte; sowohl damit ihm Zeit seyn möge,ohne Uebereilung den sichersten und gangbarsten Weg zusuchen, und überhaupt auf daS zweckmäßigste den Ueber-gang anzuordnen, als auch, damit daS Heer durch einenvollen Tagemarsch einen sichern Lagerplatz erreichen könneund nicht durch den frühen Einbruch der Nacht etwa ge-zwungen werden möchte, sich auf der Höhe des BcrgeS oderan einem andern Orte zu lagern, wo eS den Pfeilen derTürken preis gegeben sey. Darum gebot er den GrafenGottfried von Raucon auS Guienne und Amadeus vonMaurienne, welche an diesem Tage die Vorhut mit dem
I. ehr.
^ 2 ) ilri ivonres aäliuc äs rsdanr iiäsni csui eo« vcciäerarte
ernore rvLäiäi er IwLtes." 1ä. VI. S. 6Z.