Druckschrift 
3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
Entstehung
Seite
179
Einzelbild herunterladen
 

Die Pilgerheere in Kleinasien. 179das Gebirge «°). Ein vornehmer türkischer Emir wurde er- 2-Cür.

1147 »

griffen, vor den König geführt, und weil er halsstarrig seinHeidenthum nicht abschwören wollte, ohne Schonung er-schlagen. Viele Pilger versicherten, einen weißen Ritter ge-sehen zu haben, welcher in dieser Schlacht den ersten Hiebgegen die Heiden schlug und am meisten beytrug, die heid-nischen Scharen zu verjagen; alle waren überzeugt, daß nurdurch Gottes Wunderkraft die schwierige Ueberfahrt überdiesen Fluß ihnen möglich geworden, und zwar ohne andernVerlust, als allein den des frommen Ritters Milo vonNoyency, welcher im Flusse ertrank ^'). Wer bis dahinnoch die Griechen entschuldigte und an ihrer Verrarhcreyzweifelte, wurde damals davon überzeugt- Denn der kaiser-liche Statthalter zu Antiochien am Mäander öffnete seineBurg den fliehenden Türken zur Zuflucht. Die Pilger wür-den solche boshafte Untreue nicht ungeahndet gelassen unddiese Burg gebrochen haben, wenn nicht das Abnehmen ih-res Vvrraths von Lebensmitteln sie gezwungen hatte, zu demLande der lateinischen Christen zu eilen; denn nirgendsmehr wurden sie von den Griechen, welche überall mit denTürken im Bunde standen, mit Speise versorgt.

Die Pilger trösteten sich bey dem Mangel und den Ent-^,^behrungen, welche sie schon zu dulden hatten, mit der Hoff-

40) I <1. vi. S. 59. 6c). Niceta 6erzählt diesen Uebergcrng über denMäander sehr weirläuftig, begehtaber den Fehler/ diese Thaten demKönige Conrad und den Deutschenbcyzulegem

4t) ,,6erto Fnernnr cüeerent,SNmm czuenälim nriUtein ante nn-

xercnssisse. In Iioe eAv nec ssllerovellein nee : scio rumeir yircräin rall üistriero rain s^eilis c-r taurcelei-ris victoria nonriisi ciivln.rviruite fnisser " etc. O ä v üeDi VA. VI. S. ür.

M 2