178 Geschichte der Kreuzzügc. Buch III. Kap. VII.
'»A' seines Ordens gingen darin allen übrigen Rittern mit rühm-lichem Beyfpiele vor. Mancher weidlich« und frvmckeRitter errang in diesen tägliche» Kämpfen die Krone desMärlcrthums. Auch der König Ludwig scheute nicht Müh-seligkeiten und Gefahren; er drang oftmals in der Hitze desKampfes mitten in die heidnischen Scharen, welche demHeere den Weg zu verlegen oder zu erschweren suchten,würgte mit seinem Schwerte, was zu widerstehen wagte,und übernahm, wie seine Barone, wenn ihn die Reihe traf,die Vorhut oder Nachhut deS Heers oder die Nachtwache,unverdrossen tragend sowohl die Kälte der Nacht, als dieHitze des Tages. -Wie in den Werken des Kriegs so war erauch in christlicher Frömmigkeit und gewissenhafter Erfül-lung aller Pflichten des Glaubens seinen Fürsten und RitternMuster. So oft er sich zum Kampfe wider die Heiden waff-nete, nahm er das heilige Sacrament, und wenn er ausdem Kampfe l>och so ermüdet zurückgekommen war, sowohnte er doch andächtig noch der Vesper und Completebey
Mit großer Gewalt wehrten die Türken dem Pilgcrheeredie Uebcrfahrt über den Mäander; aber trotz ihres furcht-baren Pfeilregens und der Höhe des von ihnen besetztenUfers wurde die Ueberfahrt von den Pilgern erzwungen,jedoch erst nach einem schweren Kampfe. Die Grafen Hein-rich von Champagne, Dieterich von Flandern und Wilhelmvon Macon trieben kräftig die heidnischen Scharen von demUfer zurück, und der König selbst rannte mit seiner treffli-chen Schar wider die Türken, welche das christliche Heer imRücken mit Pfeilwürfen beunruhigten, und verjagte sie in
so) oäc, Ne vlox. VII. o. 77,