Die Pligelheere in Kleinasien. 17;
Könige der Christenheit, wehe that, mit einer so kleinenunansehnlichen Schar in dem stolzen und zahlreichen Heeredes französischen Königs zu ziehen und auch schon Unwillenund Hader und mancherlei) Neckcrey zwischen den Deurschenund Franzosen entstand Auch fingen die Franzosen an,von den Deutschen und auch dem Könige Conrad für dieDienste, welche sie ihnen erwiesen, mehr Dankbarkeit zufordern, als diese ihnen schuldig zu scyn glaubten
38) CinnamuS (S. 47 ) spricht zwarallein von den Ncckercuen , welchedamals zwischc» de» Franzosen »ndDeutschen vorficlen; aller das Vcr-hältnih der beydcn Völker zu einandersowohl als die früher» Mischelligkcitengeben seiner Erzählung alle möglicheGlaubwürdigkeit. Die Spottrcde,womit nach seinem Berichte die Deut-schen von den Franzosen geneckt wur-den , P u b e A l em a n n e^cc/.c«re), wird von ihm weilläuf-tig also erklärt: Sie beziehe sich aufdie Unbcholfenheit der deutschen Rit-ter in der Lenkung der Schlachlrosse,worin ihnen die Franzosen eben soüberlegen wäre»/ als sie wiederumden «Franzosen in der HandhabungLeS Schlachlschwertes. Zugleich ent-halte diese Spottrcde eine Erinne-rung an eine Schlacht zwischen Hey-den Völkern, in welcher die Deut-schen, die Uebcrlegenheit der franzö-sischen Ritter anerkennend, von ihrenPferden abgcsiiegen wären und zuFuge gesuchten hätten, aber gleich-wohl endlich durch einen glücklichenAngriff der französischen Ritter zuschimpflicher Flucht wären genöthigtworden, obschon sie den Franzosenan Zahl sehr überlegen gewesen. Un-sdre Schriftsteller berichten zwar nichts
von einer solchen Schlacht', aber auchWilhelm v 0 n Tyrus (XIV. 4.)erwähnt in der Beschreibung des Ge-fechtes be>> DamaScus jener Sitteder deutschen Ritter, in der Schlachtvon den Nossen abzusicen und zuFug zu fechten, worauf sich dieSpottrede bezieht: »»kidi mm ciomi-
NUS Imperator gu.am sui cle eguis«lesaenclenccs er facti peclire» (si-nnt IU0S est rfteukouicis in
summis uecessitatiduz k> e I.-lica r untere nexorie), nlr-jcctis elz-xeis, glecküs cuminns oumIioslibns exxeiinnlnr." Du Tan-ge, «velchem die angeführte StelledeS Wilhelm von Lyrus entgangenist, erklärt in einer Anmerkung zudieser Stelle das Pupe Sllemannedurch die französischen Worte: rous-se .^Ilcm.rnck, d. i. gehe darauf los,Deutscher. EinnamnS ist übrigensnicht sicher, ob er richtig gehört hat(vt-rco Trcöx STrc kn^yxup).
Es ist höchst «vahrscheinlich, das; dieWorte gcwälschteS Deutsch sind undvielleicht nichts anders als : „ Fusie(zu Fusi) Alemann."
36a) Diesen Vorwurf macht auchOdo von Dcuil dem Könige Conrad.Denn der gute Mönch glaubte einetreffliche Gelegenheit gefunden zu ha-
2 . Ehr.1147.