Die Pilgerheere in Kleinasien. 171
Rath pflogen. Jedoch dieser kleine Weg war nicht ohne 2-^ekn,-.Gefahr und großen Verlust für die Pilger. Denn nur einkleiner Thcil des Heeres fand die richtige Straße, das übrigeHeer verirrte sich in dem Gebirge, welches zu übersteigenwar, und erst am dritten Tage, nachdem in schrecklich ver-wirrtem Herumirren in Dcrgschluchten und an steilen Bergenviel Gepäck und viele Lastthiere verloren worden, ergriffendie Pilger von den fliehenden Bauern eines Dorfes einenMann, welcher sie auf die richtige und fahrbare Straßenach Demetria leitete, wo die schon dort angclangtcn Wall-brüder ihrer in Angst und Bekümmcrniß warteten
Wenn schon bis dahin die französischen Wallbrüder ge-sehen hatten , daß von dem Kaiser Manuel alles gcschehe,um sie zu verderben — denn selbst die verheißenen griechi-schen Führer waren vergeblich erwartet worden, und dieUnknnde des Weges von Lvpadium nach Demetria war ihnenschon so verderblich geworden — so wurde ihnen doch aufdem weitern Wege der schändliche Betrug des Kaisers unddie boshafte Gesinnung, worin er den Vertrag mit ihnengeschlossen, noch sichtbarer. In die Städte wurden diefranzösischen Wallfahrer eben so wenig eingelassen, als diedeutschen Wallfahrer, welche der Dischvff Otto von Frey-singen auf diesem Wege geführt hatte; mit Speise wurdensie nirgends hinlänglich versorgt, was ihnen dargebotenwurde, war zu so theuren Preisen, daß nur die reichenWallbrüder sich zu versehen im Stande waren, und zu derim Vertrage ihnen gegebenen Erlaubniß zu plündern, wodie Noch cs geböte, war auch auf diesem Wege keine Gele-genheit. Denn die Dörfer waren von den Bauern verlassen
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